Ansprechperson:
Hotline-Team
DIE UMWELTBERATUNG
Organischer Dünger, Kompost und Gründüngung sorgen für Gemüse mit bestem Geschmack und lassen die Blumen in voller Pracht erstrahlen.
Doris Seebacher
Komposterde mit Regenwurm
Ein gesunder Boden und eine gute Versorgung mit Nährstoffen sind die Grundlage für gutes Gedeihen und eine reiche Ernte. Mulch, Kompost und Gründüngung fördern das Bodenleben. Bodenorganismen schaffen durch ihre Tätigkeit im Boden eine stabile, fruchtbare Krümelstruktur – ganz ohne menschliches Zutun.
Organische Dünger wie Kompost, Hornspäne oder Tiermist werden von den Bodenorganismen langsam abgebaut. Die Nährstoffe werden nach und nach freigesetzt und stehen den Pflanzen nach Bedarf zur Verfügung.
Organische Dünger aus pflanzlichen oder tierischen Rohstoffen wie z.B. Kompost, Hornspäne oder Stallmist sind die ökologische Alternative zu energieaufwändig hergestellten chemisch-synthetischen Düngern. Bei künstlich hergestellten Mineraldüngern stehen die Nährstoffe den Pflanzen sehr rasch und oftmals in zu großer Menge zur Verfügung. Das darauf folgende übermäßige Wachstum bedeutet eine höhere Anfälligkeit gegenüber Krankheiten und Schädlingen, da die Zellwände nicht gut ausgebildet werden. Die Anwendung solcher Dünger zerstört das ökologische Gleichgewicht des Bodens. Überschüssige Nährstoffe werden leicht ausgewaschen, was Gewässer und Grundwasser belastet.
Im Fachhandel werden zahlreiche organische Dünger für den Garten angeboten, z.B. Kompostpräparate, Kräuterextrakte, Regenwurmkot oder Düngemittel aus pflanzlichen Bestandteilen und Hornspänen. Organische Dünger fördern Bodenleben und Humusaufbau. Wegen kurzer Transportwege ist Dünger aus heimischer Produktion empfehlenswert.
Die Bezeichnung „Bio“ für Dünger ist gesetzlich nicht geregelt. Die so genannten Produkte müssen daher nicht der Bio-Verordnung entsprechen. Wählen Sie daher Produkte mit Gütesiegeln, die Kriterien nach der EU-Bio-Verordnung haben.
Das Kompostieren im eigenen Garten bringt wertvollen Dünger und schließt gleichzeitigen den natürlichen Stoffkreislauf. Komposterde fördert das Pflanzenwachstum nachhaltig, denn sie enthält Pflanzennährstoffe in ausgewogenem Verhältnis und jede Menge Bodenlebewesen. Mit ihren Ausscheidungen, die der beste Pflanzendünger sind, verbessern die Tiere die Bodenstruktur.
Nährstoffüberversorgung und damit verbundene Nährstoffauswaschung sind auch bei organischer Düngung möglich, speziell wenn tierischer Mist verwendet wird. Die meisten Gartenböden sind vielfach überdüngt, es ist ratsam nur bei Bedarf und in Maßen zu düngen. Als Faustformel gilt: Eine Schaufel Kompost, ein Esslöffel Hornspäne oder eine Handvoll Gesteinsmehl pro m2 und Jahr sind für Pflanzen mit mittlerem Nährstoffbedarf ausreichend!
Diese Tipps und Erfahrungen posteten oder sendeten uns Hobbygärtner*innen. Herzlichen Dank! Wir freuen uns auf weitere Hinweise.
A Stockphoto, Adobe Stock
Gabriele Pomper DIE UMWELTBERATUNG
Der Boden ist ein komplexes Ökosystem. Fruchtbare Böden haben viele Funktionen und bilden die Grundlage gesunden Pflanzenwachstums.
yagodamalina – Fotolia.com
Gesunder Boden und gute Versorgung mit Nährstoffen sind Grundlage für das üppige Gedeihen von Gemüse, Kräutern und anderen Gartenpflanzen.
Gerda Hüfing, DIE UMWELTBERATUNG
Neben den im Handel erhältlichen Produkten können auch viele selbst gemachte Pflanzenpflegemittel zur Vorbeugung und Stärkung der Pflanzen eingesetzt werden.
Alexandra Syen
Alte Blumenerde für Terrasse und Balkon kann wieder aufgefrischt werden. Sie ersparen sich damit, schwere Säcke in die Wohnung zu tragen, und minimieren Verpackungsmaterial. Bei der Rezeptur wurden Komponenten mit geringem Gewicht berücksichtigt.