Plastikfrei gärtnern
Plastik möglichst zu vermeiden, ist in vielen Lebensbereichen bereits üblich geworden. Ein positiver Trend, der nun endlich auch das Gärtnern erreicht.
Alexei_other, pixabay
Plastikfrei gärtnern leicht gemacht
Vor allem im Frühjahr, wenn es Zeit für die Jungpflanzen-Anzucht ist, scheint der Verzicht auf Plastik besonders herausfordernd; Anzuchttöpfe, Schutzfolien, selbst viele Quelltöpfe enthalten Kunststoffe. Doch vor allem beim Hantieren mit lebenden Pflanzen und dem Einbringen von Materialien in die Erde zahlt es sich aus, dem Thema auf den Grund zu gehen. Verbleibt Plastik in der Natur, wird es dort nicht zersetzt und bleibt bestehen – um das zu vermeiden, ist der Verzicht von erdölbasierten Kunststoffen die beste Maßnahme. Denn was nicht im Umlauf ist, kann keinen Schaden anrichten. DIE UMWELTBERATUNG widmet sich in dieser Gartensaison der Umsetzbarkeit und den Herausforderungen von „Plastikfreiem Gärtnern“.
Tipps für plastikfreies Gärtnern
Adobestock, Carla
Ist plastikfrei gärtnern möglich?
Blumentöpfe, Rankhilfen, Blumenerde und vieles mehr – Plastik ist beim Gärtnern allgegenwärtig geworden. Vieles wird als Saisonware gekauft, ist nur kurz in Verwendung und landet danach rasch im Müll. Wir zeigen was man beim Kauf beachten muss, um das zu vermeiden.
Alexandra Syen
Blumentöpfe und Erde weiter verwenden oder richtig entsorgen
Der Blumentopf aus Plastik ist in gewisser Weise ein Verschleißprodukt. Denn spätestens wenn er kaputt wird, wird er zu Müll. Gute Erde hingegen kann aufgefrischt werden.
Jag2020, pixabay
Bezugsquellen: Pflanzen & Saatgut plastikfrei
Während Saatgut im Handel für gewöhnlich sowieso plastikfrei, weil in Papiertüten, angeboten wird, ist es nicht so einfach, Jungpflanzen und Co. plastik- oder gar verpackungsfrei zu erwerben. DIE UMWELTBERATUNG bietet hier eine kleine Übersicht zu Betrieben, die es anders machen.
Markus Spiske pixabay
DIY Pflanzenanzucht – plastikfrei
Zum Vorziehen eignet sich Biosaatgut am besten. Wer möchte kann bereits kleine Pflanzen zur Anzucht kaufen. Der perfekte Zeitraum zur Anzucht ist je nach Sorte ab Ende Februar bis Ende April. Hier gibt die Rückseite der Samenpackung Hinweise.
Cornelia Seirer, DIE UMWELTBERATUNG
Alternativen zum Plastikanzuchttopf
Wer es liebt, Pflanzen selbst zu ziehen, kennt die Herausforderung: Welchen Anzuchttopf nehmen? DIE UMWELTBERATUNG stellt ein Varianten vor, die entweder möglichst plastikfrei oder zumindest möglichst langlebige Lösungen darstellen.
Björn Schoas
DIY: Auffrischen alter Topferde
Alte Topferde kann mit einfachen Mitteln wieder aufgefrischt werden und muss nicht im Müll landen.
pixabay, TheVirtualDenise
Plastikfrei Zimmergärtnern
Den Einsatz von Kunststoff können Sie bei Töpfen, Rank- und Stützhilfen und bei der Verpackung von Pflegeprodukten für Zimmerpflanzen vermeiden.
Traumrune, wikimedia commons
Mikroplastik vermeiden bei Gartenabfällen und Kompost
Plastikabfälle sind eine Quelle für Mikroplastik. Besonders problematisch sind dabei Plastikabfälle im Biomüll. Auch beim „Garteln“ lässt sich Mikroplastik vermeiden.
Cornelia Seirer, DIE UMWELTBERATUNG
DIY: Dünger selbst herstellen
Pflanzen benötigen unterschiedliche Nährstoffe in Form von Dünger. In diesem Beitrag zeigen wir, wie man Dünger aus Küchenabfällen selbst herstellen kann. So spart man Geld, Ressourcen und man vermeidet Verpackungsmaterial aus Plastik.
Captain-tucker, wikimedia
Saatgut selbst vermehren
Das Wertvollste an der Pflanze landet oftmals im Mist! Dabei kann Saatgut ganz einfach selbst geerntet werden. Im nächsten Jahr säen wir stolz unser eigenes Saatgut und brauchen nichts zu kaufen! Außerdem haben wir auch etwas zum Tauschen und Herschenken.
Manfred Pendl
Tierschonende Wiesenpflege mit der Sense
Das Mähen mit der Sense ist tierschonend, leise und erzeugt keine Abgase. Es ist die umweltfreundlichste Art, eine Wiese zu mähen. Bei guter Pflege bleibt Ihnen eine Sense ein ganzes Leben lang erhalten.
Sasin Tipchai – adobestock
Mikroplastik auf Sport- & Spielstätten: Alternativen zu Kunstrasen & Co.
Auf Sport- & Spielstätten finden Kunststoffe in großen Mengen Anwendung. Zum Teil werden Sie bereits als Granulat in Mikroform aufgebracht, zum Teil entsteht Mikroplastik durch Abrieb und Zersetzung.