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DIE UMWELTBERATUNG
Duschgels, Haarshampoos & Co unterstützen uns bei der Reinigung von Haut und Haar. Einige Inhaltsstoffe können aber schädlich auf uns und unsere Umwelt wirken.
Ana Essentiels via unsplash
Inhaltsstoffe in Kosmetik
Die Deklaration der Inhaltsstoffe von Kosmetika ist nach einer EU-Richtlinie verbindlich geregelt. Unter dem Titel „Ingredients“ sind auf der Kosmetikverpackung alle Inhaltsstoffe nach den Regeln von „INCI“ zu finden (INCI= International Nomenclature of Cosmetic Ingredients). Die Angabe der Inhaltsstoffe auf der Verpackung erfolgt in absteigender Reihenfolge der Konzentration. Inhaltsstoffe, die weniger als ein Prozent des Produkts ausmachen, werden am Schluss beliebig gelistet.
Konservierungsstoffe können Allergien auslösen und Hautirritationen verursachen: Werfen Sie einen Blick auf die Inhaltsstoffe Ihrer Lieblingsprodukte. Bei vielen flüssigen Reinigungsmitteln für Haut und Haar steht an erster Stelle der Zutatenliste („Ingredients“) auf der Verpackung „Aqua“ für Wasser. Wasser ist also häufig der Hauptinhaltsstoff! Eine stark wässrige Rezeptur erfordert immer den Zusatz von Konservierungsstoffen, um den Befall durch Mikroorganismen und ein frühzeitiges Verderben zu vermeiden.
Tenside lösen den Fettschmutz und werden auch als waschaktive Substanzen oder Detergentien bezeichnet. Enthalten sind sie unter anderem in Seife, Shampoo und Badeschaum. Bei zu häufiger Anwendung können sie – vor allem bei Babys, Kindern, NeurodermitikerInnen und AllergikerInnen – das natürliche Gleichgewicht der Haut durcheinander bringen und sie austrocknen, weil Tenside auch die körpereigenen Fette aus der Hautoberfläche auswaschen.
Emulgatoren gehören eigentlich zu den Tensiden und sorgen dafür, dass Wasser und Öl im Produkt gemischt bleiben, sich das Öl also nicht vom Wasser absetzt. Meist werden dafür Polyethylenglykole (PEGs) und ihre Abkömmlinge verwendet. Sie können aber die Hautbarriere durchlässiger machen, wodurch Schadstoffe leichter in den Körper eindringen.
Ob Duftstoffe enthalten sind, erkennen Sie an den Bezeichnungen „Parfum“ oder „Fragrance“ in der Zutatenliste auf der Verpackung. Die Begriffe stehen für eine Duftstoffmischung aus mehreren Einzelkomponenten. Synthetische, aber auch natürliche Duftstoffe können allergieauslösend wirken. Es gibt darunter 26 Duftstoffe, die aufgrund ihres allergieauslösenden Potentials extra aufgelistet werden müssen. Einige Duftstoffe gelten als umweltgefährlich, weil sie schwer abbaubar sind und sich in der Umwelt und im Körper von Tieren und Menschen anreichern können.
Paraffin und Paraffinderivate bilden häufig die Basis von Hautpflegemitteln und sind eigentlich Abfallprodukte aus der Erdölindustrie. Sie lagern sich an der Hautoberfläche ab und können die natürliche Hautfunktion herabsetzen.
Farbstoffe färben entweder ein Produkt oder bei dekorativer Kosmetik die Haut oder die Haare. Sie sind in der Zutatenliste auf der Verpackung meistens am Schluss gelistet. Dort ist die Abkürzung „C.I.“ für „Colour Index“ mit einer spezifischen Nummer – z. B. „CI 42090“ zu finden. Manche Farbstoffe setzen aromatische Amine im Produkt frei, die als krebserregend eingestuft sind. Außerdem können sie allergische Reaktionen auslösen und die Haut reizen.
Monika Kupka DIE UMWELTBERATUNG
DIE UMWELTBERATUNG
HN Works – Adobe-Stock
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Mihayra 2 via getty images
Ganz ohne Emulgatoren und Konservierungsstoffe kommen die „No-Emus“ aus. Mit wenigen Handgriffen und maximal 5 Zutaten können Sie diese Kosmetikprodukte selbst machen – unsere Do-it-yourself-Anleitungen helfen Ihnen dabei.
Cornelia Seirer DIE UMWELTBERATUNG
Weniger ist mehr! Ein sparsamer Umgang mit Produkten für die Körperpflege ist besser für die Gesundheit und für die Umwelt.
Adobestock, Siniehina
DIE UMWELTBERATUNG hat 2024 im Auftrag des Konsumentenschutz der AK OÖ die Inhaltsstoffe von Kosmetikprodukten stichprobenartig auf PFAS-Verbindungen untersucht. Wir wurden bei 15 Produkten fündig.