Vogelschutz
Viele Vogelarten sind durch Nahrungsmangel und Verlust von Lebensräumen in ihren Beständen gefährdet. Auch bislang häufige Singvogelarten benötigen unsere Unterstützung. DIE UMWELTBERATUNG informiert über vogelfreundliche Gartengestaltung und Vogelschutzmaßnahmen an Gebäuden.
Adobestock, krigofinearts
Blaumeise auf einem Dirndlstrauch
Vögel sind mit ihrem fröhlichen Gesang in unseren Gärten und Parks gern gesehene Gäste. Viele Singvögel sind jedoch selten geworden, weil ihr Lebensraum verschwindet oder sie nicht genug Nahrung finden. In naturnahen und reich strukturierten Gärten finden Vögel Nahrung, Verstecke und Nistmöglichkeiten.
Im städtischen Raum bieten Fassadenbegrünungen, begrünte Innenhöfe und Dächer zusätzlich Nahrung und Versteckmöglichkeiten.
Besonderen Schutz benötigen Vogelarten, die an Gebäuden brüten und durch Renovierungsmaßnahmen bedroht sind.
Auch Glasflächen von Wintergärten, Durchgängen oder Fensterscheiben haben ein großes Gefährdungspotenzial. Hunderttausende Vögel sterben jährlich in Österreich durch den sogenannten Vogelschlag an Glasflächen. Dagegen helfen unsere Tipps zum vogelfreundlichen Bauen mit Glas.
In den folgenden Beiträgen haben wir für Sie Informationen über einige gefährdete Vogelarten zusammengefasst und wir stellen Ihnen Vogelschutzmaßnahmen vor, die Sie in Ihrem Umfeld einfach umsetzen können.
Vogelschutz im Garten und am Haus
Björn Schoas DIE UMWELTBERATUNG
Vogelfutter im AK-Test: Nur wenige Produkte überzeugen
Vogelfutter wird häufig mit guten Absichten gekauft. Ein Test der Arbeiterkammer Oberösterreich in Kooperation mit DIE UMWELTBERATUNG zeigt jedoch: Die Qualität der Produkte variiert stark – nur drei von zehn Futtermischungen sind empfehlenswert.
Manfred Pendl
Ein Garten für Vögel
Vögel brauchen zum Überleben ein großes Nahrungsangebot, Verstecke und Nistplätze. Naturnahe Gärten und Grünflächen sind wertvolle Vogellebensräume.
Ingrid Tributsch DIE UMWELTBERATUNG
So schaffen Sie jetzt Futterquellen für hungrige Schnäbel!
DIE UMWELTBERATUNG empfiehlt für den Herbst 5 To-Dos, damit Vögel im Winter genug Nahrung finden. Zum Überleben benötigen Vögel ein vielfältiges Nahrungsangebot sowie Verstecke und Nistplätze.
Gabriele Homolka DIE UMWELTBERATUNG
Nistkästen für Gartenvögel
Zahlreiche Vögel wie Meisen, Kleiber oder Gartenrotschwanz nisten in der Natur in Baumhöhlen. Da es immer weniger alte Bäume mit natürlichen Nisthöhlen gibt, sind Nistkästen eine willkommene Alternative.
Julian Rad radwildlife.com
Geschützte Tiere an Gebäuden
Einige Tiere sind aufgrund ihrer Lebensweise auf Brutplätze und Rückzugsräume an Gebäuden angewiesen. Bei Renovierungen und Sanierungen verschwinden diese Plätze häufig. Achten Sie auf geschützte Tierarten!
Wiener Umweltanwaltschaft
Mit Glasflächen vogelfreundlich bauen
Vögel nehmen Glasscheiben häufig nicht wahr und prallen dagegen. Die Folgen sind meistens tödlich. Flächige Markierungen auf der Glasscheibe können Abhilfe schaffen.
moquai86 / Fotolia.com
Winterfütterung für Vögel
Vögel haben es im Winter schwer. Sie finden in ausgeräumten Gärten häufig nicht genug Nahrung. Der beste Vogelschutz ist die Erhaltung natürlicher Lebensräume und Futterquellen. Die Vogelfütterung ermöglicht schöne Naturerlebnisse und kann einigen Vogelarten über den Winter helfen. Wichtig ist aber die Tiere richtig zu füttern!
e.ruth, DIE UMWELTBERATUNG
Lichtverschmutzung
Die künstliche Beleuchtung der Außenräume nimmt zu, und damit steigt auch die Beeinträchtigung der Pflanzen- und Tierwelt sowie der menschlichen Gesundheit.
Ferdinand Schmeller, MA22
Turmfalken
Der geschickte Mäusefänger brütet an Gebäuden. Zu seinem Schutz ist es wichtig, Renovierungsarbeiten außerhalb der Brutzeit durchzuführen und bei Dachausbauten für Ersatzbrutplätze in der Nähe zu sorgen.
Ferdinand Schmeller, Stadt Wien – Umweltschutz
Der Mauersegler
Der in Wien streng geschützte Flugkünstler gilt als der Sommerbote schlechthin. Gefährdet ist der beliebte Sommergast durch Gebäudesanierungen, die Nistplätze zerstören.
Wolfgang Trimmel, https://www.edv-trimmel.at/fotodb/
Die Mehlschwalbe
Die nützlichen Untermieter fressen große Mengen an Insekten. Leider gehen die Bestände der Mehlschwalben stark zurück.
Manfred Pendl
Krähen in Wien
Krähen sind hochintelligente und soziale Tiere. Sie treten gerne in Scharen auf und sind nicht immer gerne gesehen. Vertreiben und Bekämpfen ist aus ökologischen Gründen nicht empfehlenswert. In Wien zählen Krähen zudem zu den streng geschützten Tierarten.
thomas-stettler http://www.fotolia.com FOTOLIA
Die Dohle
Der hoch intelligente Rabenvogel ist in Wien streng geschützt
Der Haussperling
Der gesellige „Spatz“ gilt als weit verbreiteter Allerweltsvogel. Leider gehen die Bestände des singenden Gebäudebrüters zurück. Naturnahe Grünflächen und Rücksicht bei der Gebäudesanierung sichern den Spatzen das Überleben.