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Hotline-Team
DIE UMWELTBERATUNG
Umwelt- und gesundheitsschonende Reinigung im Textilreinigungsbetrieb ist möglich.
Renate Gottwald-Hofer DIE UMWELTBERATUNG
Etikett von Textilien mit Pflegesymbolen
Am Anfang der „Chemischen Reinigung“ von Textilien standen Stoffe wie Terpentinöl, Benzol und ab den 1950er Jahren auch Benzin als Fleckenputzmittel. Die Entwicklung nicht brennbarer Lösemittel bedeutete damals einen Fortschritt. Es begann die Reinigung mit Chlorierten Kohlenwasserstoffen – mit allen Nachteilen für Umwelt und Gesundheit. Moderne Verfahren wie die Nassreinigung schonen Umwelt, Gesundheit und Textilien.
Vereinzelt ist auf Pflegeetiketten „W“ zu finden, das bedeutet „Nassreinigung empfohlen“. Im Textilreinigungsbetrieb wird dieses Verfahren auch dann eingesetzt, wenn pflegeleichte Bekleidung oder waschbar ausgezeichnete Textilien zur Reinigung übergeben werden, die nicht mit Fett verschmutzt sind. Umweltrelevant sind bei dieser Methode das Abwasser und die verwendeten Waschmittel. Die Nassreinigung ist eine umweltfreundliche Methode, weil sie ohne bedenkliche Lösemittel auskommt und MitarbeiterInnen im Betrieb keinen schädlichen Lösemitteln ausgesetzt sind. Unumstritten erfordert das Nassreinigungsverfahren eine höhere Qualifikation der MitarbeiterInnen. Schäden treten bei diesem Verfahren nicht häufiger auf als bei anderen Verfahren. Bei manchen Textilien ergibt sich ein höherer Aufwand beim „Finishing“ und beim Bügeln. Fettgebundene Flecken benötigen mehr Aufwand beim Vor- und Nachbehandeln.
Die Lösemittel bei diesem Verfahren sind Kohlenwasserstoff-Lösungsmittel (KWL) aus Erdöl. In hohen Konzentrationen können solche Stoffe die Schleimhäute, Augen, Mund und Nase reizen. Da diese Lösemittel brennbar sind, brauchen Textilreinigungsbetriebe einen speziellen Brand- und Explosionsschutz. Für die Reinigung sind Energie, Lösemittel und Hilfsstoffe (Tenside als Reinigungsverstärker) notwendig. Lösemittelreste werden abgetrennt und im Kreislauf geführt. In geringen Mengen fallen Abwasser und Abfälle an. Die Behandlung der Textilien mit KWL ist etwas aufwendiger, aber schonender zu empfindlichen Stoffen und Farben und ein vollwertiger Ersatz für Reinigung mit PER.
Perchlorethylen (PER) oder Tetrachlorethen ist ein leichtflüchtiger chlorierter Kohlenwasserstoff, der in der Industrie wie auch in der Textilreinigung zur Entfettung verwendet wird. Perchlorethylen (PER) ist toxisch, langlebig und durch die hohe Flüchtigkeit weitab von Textilreinigungsbetrieben nachweisbar. Es ist als gesundheitsgefährdend (vermutlich krebserregend) und giftig für Wasserorganismen eingestuft. In modernen Reinigungsbetrieben wird in einem geschlossenen System gearbeitet, das heißt das PER wird gereinigt und wiederverwendet. Bei sachgerechter Wartung der Maschinen und sorgfältigem Umgang mit dem Reinigungsmittel besteht keine Gefahr für Menschen und die Umwelt. Dennoch ist es besser, wenn auf diesen umweltgiftigen Stoff bei der textilen Reinigung verzichtet werden kann.
Monika Kupka DIE UMWELTBERATUNG
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Datenbank für umwelt- und gesundheitsschonende Waschmittel, Reinigungsmittel und Rinse-off Kosmetikprodukte
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