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DIE UMWELTBERATUNG
Sobald der Schnee schmilzt und die Sonne den Boden wärmt, blitzt frisches Grün in Wald und Garten hervor und will geerntet werden. Frühlingskräuter wirken blutreinigend und bringen den Stoffwechsel in Schwung.
Gabriele Homolka DIE UMWELTBERATUNG
Wildkräuter
Zur Frühlingsküche eignen sich viele Blüten und Blätter, besonders Gänseblümchen, Veilchen, Löwenzahn- und Huflattichblüten, Blüten von Obstbäumen, aber auch Schlüsselblumen- und Taubnesselblüten. Sehr dekorativ für das Auge, aber auch sehr aromatisch im Geschmack sind Schafgarbe, Knoblauchrauke, Hirtentäschel und junger Giersch. Viele Frühlingskräuter sind reich an Bitterstoffen, Gerbstoffen und Senfölen und eignen sich daher hervorragend für eine stoffwechselanregende und blutreinigende Frühjahrskur.
Verwechslungen können unangenehm enden, so können Ungeübte den Bärlauch mit den giftigen Doppelgängern Herbstzeitlose oder Maiglöcken verwechseln. Zum Einstieg eignen sich Gänseblümchen wunderbar. Sie gehören zu den ersten Blühern im Jahr und gelten als alte Heilmittel bei Erkältung und Blasenleiden. Geerntet werden die Blattrosetten, die Knospen und die Blüten. Sie enthalten Saponine, Bitter- und Schleimstoffe, ätherisches Öl und organische Säuren und wirken daher stoffwechselanregend, blutreinigend und entwässernd. Die jungen, zarten Blätter werden am besten frisch in den Salat gemischt. Die Blütenknospen schmecken leicht nußig, geöffnete Blüten etwas bitter. Die Knospen können wie Kapern in Essig eingelegt werden.
Was passionierten Gärtnern den Schweiß auf die Stirn treibt lässt das Herz von Gourmets höher schlagen. Vogelmiere, Giersch und Brennnesseln peppen den Speiseplan mit frischen Vitaminen auf und sind im Frühjahr besonders reich an Inhaltsstoffen.
Der Geschmack der Vogelmiere erinnert an junge Maiskolben und ist auch bei Kindern sehr beliebt. Selbst im Winter kann man sie an geschützten Stellen finden und die Ernte setzt sich das ganze Jahr über fort. Das Kraut enthält viel Vitamin C und Karotin und viele Spurenelemente. Pfarrer Kneipp hat sie wegen ihrer schleimlösenden und verdauungsfördernden Wirkung in die Heilkunde eingeführt.
Man erntet den Giersch oder Erdholler, wenn die Blätter noch ganz jung und zusammengefaltet sind. Das Aroma erinnert leicht an Petersilie. Er wirkt entgiftend und schmerzstillend und ist besonders bei Gicht und Rheuma empfehlenswert. Die Blätter können roh im Salat oder als Würzkraut verwendet werden. Sie geben auch Aufläufen, Suppen, Spinat und Kräuterfüllungen eine vitaminreiche Würze.
Die Brennnesel wächst nahezu überall, aus ihr lassen sich Tees, Pflanzenstärkungsmittel, Gemüsegerichte und sogar Textilien herstellen. Gerade im Frühling sind die Brennnesseln noch zart und besonders fein im Geschmack. Sie enthalten viel Vitamin C und Kieselsäure, stärken die Harnwege und wirken entgiftend.
Monika Kupka DIE UMWELTBERATUNG
Michaela Knieli DIE UMWELTBERATUNG
Die hübschen, gelb-weißlichen Blüten dieses Wildgemüses schmecken nicht nur, sie verschönern auch jedes Gericht.
Magdalena Uedl-Kerschbaumer DIE UMWELTBERATUNG
(Un)kräuter sind vielseitig in ihrer Wirkung. Der Schrecken vieler GärtnerInnen ist oft eine vitaminreiche Gemüsebeilage. So bringen Wildgemüse wie die Vogelmiere die Verdauung in Schwung, Holunder schützt vor Erkältungen.