Ansprechperson:
Hotline-Team
DIE UMWELTBERATUNG
Weniger Licht bringt mehr Lebensqualität für Menschen und Tiere. DIE UMWELTBERATUNG gibt Tipps zur umweltfreundlichen Gartenbeleuchtung.
Anurag Garg via unsplash
Gartenlaterne
Je kürzer die Tage, desto mehr wird die Beleuchtung im Garten eingeschaltet. Stimmungsvolle, nicht zu intensive Beleuchtung tut unserer Seele und auch den Tieren draußen gut. Außerdem ist es besser, wenn das Licht nur brennt, solange wir uns draußen aufhalten. Warum? Die Aufhellung des Nachthimmels durch die zunehmende künstliche Beleuchtung wird Lichtverschmutzung genannt und hat viele negative Folgen. Überdosiertes, künstliches Licht kann bei Menschen zu Schlafstörungen und weiteren gesundheitlichen Schäden führen. Viele Nachtfalter gehen in Beleuchtungskörpern zugrunde oder sitzen wie versteinert an der hellen Wand anstatt nach Futter zu suchen. Zugvögel werden durch die Lichtverschmutzung vom Kurs abgelenkt und können an beleuchteten, hohen Objekten kollidieren.
Vermeiden Sie die Beleuchtung von Gartenteichen, Bäumen und Sträuchern. Sie erleichtern damit zahlreichen Amphibien, Insekten, Kleinsäugern und Vögeln das Leben.
Verzichten Sie auf Insektenvernichtungslampen. 98,6 Prozent der dadurch getöteten Tiere sind keine Gelsen, sondern harmlose Zweiflügler und Nachtfalter.
Reduzieren Sie Lichtdauer und -intensität auf das wirklich benötigte Maß! Dies spart Stromkosten und schützt die Umwelt.
Die folgenden Tipps für umweltfreundliche Beleuchtung erhielten wir von unseren Leser*innen im Projekt #biogartentipp. Danke für die tollen Hinweise und wir freuen uns über weitere Anregungen! Auch Fotos sind willkommen.
Energiesparende Lampen mit geringem UV-Anteil sind ideale Beleuchtungsmittel für den Außenbereich. Warmweiße LED-Leuchten sind besonders tierfreundlich und energiesparend. Aber auch nur einfache Kerzen sind hübsch anzusehen und erhellen die Umgebung nicht so intensiv. (Beitrag von Katrin Graf)
Ich beleuchte unseren Garten gar nicht, damit die Tiere ihre Ruhe haben. Leider wurde an einer Ecke eine Straßenlaterne aufgestellt. Also ist meine Unterstützung zunichte gemacht worden. Hoffe es schadet den Tieren nicht zu sehr. (Beitrag von Hanna Schmid)
Ich hab meine Hauseingänge schon lange mit gelbem Licht beleuchtet (gelbe Glühbirne oder Abdeckung), da das gelbe Licht die Insekten kaum anzieht oder stört. Hab dazu auch einen Link beim ORF gefunden:
Wenn ich weiter hinten im Garten im Dunklen noch etwas arbeiten muss, schnalle ich mir eine Stirnlampe um den Kopf, die kann man auch auf schwach weiß, grün oder rot stellen. Und ich habe immer nur den Bereich beleuchtet, den ich wirklich sehen muss. Außerdem kann man den Strahl nach unten ausrichten.
Übrigens ist das blaustichige Licht von Bildschirmen, Energiesparlampen, Computern, Displays etc. auch für den Menschen (bes. Kinder!) auf Dauer schädlich, besonders am Abend, wenn man zur Ruhe kommen sollte. Nicht umsonst hat das Abendrot viel weniger Blauanteil. Das hochfrequente blaue Licht gaukelt dem Körper Wachheit undd Aktivität vor, verhindert die Melatoninproduktion, die wir zur Regeneration und zum Schlafen brauchen und führt mit der Zeit zu grauem Star!
Kostengünstigste Abhilfe: gelbe Sportbrille bei Bildschirmarbeiten (auch über eine Brille) aufsetzen, die Blaulicht bis 450 Nanometer abschirmt. (Bei*m Optiker*in messen lassen).
Es gibt auch (teure!) optische Abschirmbrillen für tagsüber, wenn man viel am Bildschirm arbeitet. Siehe auch Youtube-Video zum richtigen Umgang mit Sonne und Kunstlicht
(Beitrag von Dr. Ulrike Wessely)
Monika Kupka DIE UMWELTBERATUNG
e.ruth, DIE UMWELTBERATUNG
Die künstliche Beleuchtung der Außenräume nimmt zu, und damit steigt auch die Beeinträchtigung der Pflanzen- und Tierwelt sowie der menschlichen Gesundheit.
Stadt Wien | Wien leuchtet
Die energieeffiziente Beleuchtung des Betriebsgeländes hat große Vorteile: Sie vermeidet Lichtverschmutzung und Blendung der Umgebung und spart dabei Energie.
www.earth-night.info.at
Bei der Aktion „Earth Night“ wird eine Nacht lang die Beleuchtung reduziert – das soll für einen bewussteren Umgang mit der Ressource Licht sensibilisieren. DIE UMWELTBERATUNG gibt Tipps zur Reduktion der Lichtverschmutzung.
Alex Tihonov – stock.adobe.com
LEDs gelten als ökologische Leuchtmittel, weil sie sehr wenig Energie verbrauchen. Doch Vorsicht: Oft sind die LED-Lampen fix in Schreibtischlampen, Stehlampen und anderen Leuchten verbaut und können nicht getauscht werden. Werden sie kaputt, muss die ganze Leuchte weggeworfen werden, und das ist ganz und gar nicht ökologisch. Achten Sie beim Kauf darauf, ob die Lampen tauschbar sind.