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DIE UMWELTBERATUNG
KOSTbare Wildpflanzen in Wien: Der Gewöhnliche Hopfen ist eine beeindruckende heimische Kletterpflanze, die sich mit ihren langen, biegsamen Trieben an Bäumen, Sträuchern oder Zäunen emporwindet. Die jungen Triebe im Frühjahr schmecken köstlich und lassen sich ähnlich wie Spargel verarbeiten.
Björn Schoas
Hopfen
Die jungen Triebe des Wilden Hopfens (Humulus lupus) sind eine wahre Frühjahrsdelikatesse und werden ähnlich wie Spargel verarbeitet. Kurz angebraten schmecken die Hopfentriebe am besten. Die weiblichen Blüten bzw. Fruchtzapfen dienen als Tee oder als Bierwürze. Hopfen wird auch gerne in Räuchermischungen verwendet, beim Verräuchern entfaltet sich eine leicht harzig süßlich aromatische Geruchsnote.
Der Hopfen enthält eine Reihe wertvoller Pflanzenstoffe, darunter:
Diese Inhaltsstoffe machen Hopfen sowohl in der Küche als auch in der Pflanzenheilkunde interessant.
Der Hopfen ist eine mehrjährige, krautige Kletterpflanze, die bis zu 6 Meter hoch werden kann. Die Blätter sind gegenständig, grob gezähnt und meist 3–5‑lappig. Die Stängel sind rau und mit kleinen Widerhaken versehen – ideal zum Emporklettern
Der Gewöhnliche Hopfen kann leicht mit anderen Kletterpflanzen wie Wildem Wein oder Zaunwinden verwechselt werden. Typisch für ihn sind jedoch die gegenständigen, grob gezähnten Blätter und die rauen, leicht hakeligen Stängel. Spätestens die weiblichen Hopfenzapfen machen die Art eindeutig erkennbar und unterscheiden sie klar von anderen heimischen Rankpflanzen.
Hopfen wächst bevorzugt an feuchten, nährstoffreichen Standorten wie Auwäldern, Ufern oder Waldrändern. Dort klettert er an Sträuchern und Bäumen empor und bildet dichte Ranken, die vielen Insekten Nahrung und Schutz bieten. Als heimische Wildpflanze trägt er so auf natürliche Weise zur Strukturvielfalt und zum ökologischen Wert dieser Lebensräume bei. Entlang von Waldrändern, Auen und Böschungen findet man den Hopfen häufig.
Die jungen Hopfentriebe können bereits im frühen Frühjahr geerntet und wie feines Wildgemüse verwendet werden. Die aromatischen Hopfenzapfen reifen im Spätsommer und werden meist zwischen August und September gesammelt. Wie bei allen Wildpflanzen sollte auch beim Hopfen maßvoll geerntet werden, damit die Bestände vital bleiben und weiterhin Lebensraum für Tiere bieten.
Wildpflanzen enthalten kostbare Nährstoffe und bereichern die Biodiversität der Stadt Wien. DIE UMWELTBERATUNG stellt bei dem Themenschwerpunkt KOSTBARE Stadtnatur eine Vielzahl an Wildpflanzen und Wildkräutern vor. Achten Sie beim Pflücken von Wildpflanzen immer auf das richtige Sammeln, damit sich die Pflanzen schnell wieder regenerieren und weiterwachsen können.
Monika Kupka DIE UMWELTBERATUNG
Cornelia Seirer
Ob beim Bierbrauen, im Tee oder in der Gemüsepfanne – Hopfen schmeckt!
Adobestock, sauletas
Wildpflanzen und Wildkräuter sind wertvolle Vitamin-Lieferanten und schmecken einfach köstlich. Beachten Sie beim Pflücken jedoch einige, wichtige Regeln, damit sich die Pflanze wieder regeneriert und nachwachsen kann.