Ansprechperson:
Hotline-Team
DIE UMWELTBERATUNG
Vögel brauchen zum Überleben ein großes Nahrungsangebot, Verstecke und Nistplätze. Naturnahe Gärten und Grünflächen sind wertvolle Vogellebensräume.
Manfred Pendl
Kohlmeise im Garten
Fröhliches Vogelgezwitscher im Garten bringt ein Stück Natur in unsere Wohnungen. Leider gehen die Bestände vieler Vogelarten zum Teil massiv zurück, weil es immer weniger naturnahe Flächen gibt. Dadurch finden die Tiere keinen passenden Lebensraum vor und verlieren ihre Nahrungsgrundlage. Naturnahe Gärten können hier Abhilfe schaffen und für viele Vogelarten zum Ersatzlebensraum werden.
Heimische Wildblumen und viele so genannte Unkräuter sind eine wertvolle Futterquelle für Vögel. Diese fressen die Blumensamen oder von den Blüten angelockte Insekten. Beliebt sind Wiesenflockenblume, Johanniskraut, Königskerze, aber auch diverse Disteln, Löwenzahn, Vogelmiere, Schafgarbe und viele andere. Wildblumen können in einer Wiese oder in einem Blumenrasen, in einem Blumenbeet oder sogar im Balkonkisterl gedeihen. Überlassen Sie auche spontan aufkommenden Wildpflanzen einen Bereich Ihres Gartens – sei es in einem wilden Eck, in einem seltener gemähten Bereich des Blumenrasens oder in einem Blütensaum entlang von Hecken, Beeten oder Wegen.
In Hohlräumen alter Bäume finden Höhlenbrüter wie Meise, Gartenrotschwanz und Kleiber seltene Nistplätze. Unter der Rinde der Bäume leben zahlreiche Insekten und Larven, die die Nahrungsgrundlage für Specht, Kleiber und andere Vogelarten bilden. Schneiden Sie daher alte Bäume nach Möglichkeit nicht um und ergänzen Sie die Nistmöglichkeiten durch Nistkästen! Auch Holzstapel oder zu einem Haufen geschichtete Äste werden gerne als Nistplätze genützt.
Sträucher bieten Nahrung für Vögel und werden als Verstecke und Brutplätze genützt. Beerentragende Sträucher wie Hartriegel, Holler, Pfaffenkapperl und Berberitze bereichern mit ihren Früchten im Herbst und Winter das Nahrungsangebot. Im Frühling suchen die Vogeleltern die Sträucher nach Blattläusen, Raupen und anderen Insekten ab, um damit ihre Jungen zu füttern. Dornige Sträucher wie Heckenrosen, Schlehdorn und Weißdorn bieten besonders guten Schutz vor Katzen und Mardern.
Viele Vogelarten nisten im Zeitraum März bis August in Sträuchern und Hecken. Führen Sie bitte in diesem Zeitraum keine Heckenschnitte durch, um die Vögel nicht bei der Jungenaufzucht zu stören und ihre Nester nicht zu zerstören!
Monika Kupka DIE UMWELTBERATUNG
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DIE UMWELTBERATUNG
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Julian Rad radwildlife.com
Einige Tiere sind aufgrund ihrer Lebensweise auf Brutplätze und Rückzugsräume an Gebäuden angewiesen. Bei Renovierungen und Sanierungen verschwinden diese Plätze häufig. Achten Sie auf geschützte Tierarten!
Wiener Umweltanwaltschaft
Vögel nehmen Glasscheiben häufig nicht wahr und prallen dagegen. Die Folgen sind meistens tödlich. Flächige Markierungen auf der Glasscheibe können Abhilfe schaffen.
Gabriele Homolka DIE UMWELTBERATUNG
Zahlreiche Vögel wie Meisen, Kleiber oder Gartenrotschwanz nisten in der Natur in Baumhöhlen. Da es immer weniger alte Bäume mit natürlichen Nisthöhlen gibt, sind Nistkästen eine willkommene Alternative.