Ansprechperson:
Hotline-Team
DIE UMWELTBERATUNG
Pflanzen und junge Bäume welken plötzlich, die Wurzeln sind abgefressen. Im Boden sind Gänge zu finden.
Margit Holzer, DIE UMWELTBERATUNG
Wühlmausgang
Als Pflanzenfresser mit vorwiegend unterirdischer Lebensweise nagen Wühlmäuse an Wurzelgemüse, Blumenzwiebeln und an Wurzeln von Sträuchern und jungen Obstbäumen. Die Schäden können beträchtlich sein und zum Absterben einzelner Pflanzen führen.
Die etwa 13-20 cm großen Nagetiere leben als Einzelgänger in weit verzweigten unterirdischen Gangsystemen. In tief gelegenen Nestkammern bringen die weiblichen Tiere etwa 3-4 mal jährlich Junge zur Welt. Nach 2 Monaten sind die Jungtiere bereits geschlechtsreif.
Wühlmäuse nicht mit Maulwürfen verwechseln! Der Maulwurf ist ein reiner Insektenfresser und richtet keinen Schaden an. Er ist ein Zeichen für einen guten, lebendigen Boden.
Wühlmausgänge sind hochoval, in den Gängen befinden sich keine Wurzelreste. Die Wühlmaus bildet bei ihrer Grabtätigkeit keine Haufen aus.
Maulwurfsgänge sind breitoval und oft mit Wurzeln durchzogen.
Nützlinge fördern: Hermelin, Mauswiesel, Marder, Iltis, Dachs, Fuchs, Greifvögel, Katzen
Eine Möglichkeit zur Bekämpfung bieten spezielle Wühlmausfallen, die mit Gemüse als Köder bestückt werden. Beim Aufstellen der Fallen Handschuhe tragen. Die Falle vorher mit Erde oder Petersilie abreiben.
Monika Kupka DIE UMWELTBERATUNG
Revilo Lessen – stock.adobe.com