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DIE UMWELTBERATUNG
Der Energiesektor spielt eine wesentliche Rolle, um den Klimawandel abzubremsen. Immer wieder wird darüber diskutiert, ob Atomenergie ein Weg in eine klimafreundliche Zukunft sein kann. Wir sagen deutlich: NEIN!
Jonas Denil unsplash
Atomkraftwerke in Belgien
Nicht nur Gas, Kohle und Öl sind fossile Energiequellen, sondern auch Uran, der Brennstoff mit dem Atomkraftwerke betrieben werden. Die weltweiten Uranvorkommen reichen bei konstantem Abbau noch ca. 70 Jahre und werden unter großem Ressourcenverbrauch und Landschaftseingriffen in Ländern wie Australien, Kanada, Kasachstan und Russland abgebaut.
Bei isolierter Betrachtung erscheint der CO2-Ausstoß der Stromproduktion in Atomkraftwerken gering. Allerdings fällt die CO2-Bilanz schlechter aus als bei der Stromproduktion mit erneuerbaren Energien, wenn der gesamte Lebenszyklus betrachtet wird. Denn Uranabbau, Brennelementeherstellung, Kraftwerksbau und -rückbau bis hin zur Endlagerung sind äußerst aufwändig.
Weltweit sind bisher 350.000 Tonnen an hochradioaktivem Atommüll angefallen, der über viele Jahrtausende hinweg weiterstrahlen wird, bis er soweit zerfallen ist, damit er nicht mehr schädlich ist. Die Strahlungsdauer ist je nach Spaltprodukt unterschiedlich und beträgt z.B. für Plutonium ca. 24.000 Jahre. Für menschliche Maßstäbe sind dies kaum vorstellbare und beinahe unendliche Zeithorizonte. Viele Staaten der Erde sind auf der aufwendigen und kaum lösbaren Suche nach einem sicheren Endlager für Ihren Atommüll.
Kritisch zu betrachten sind zudem die Risiken, die der Betrieb von Atomkraftwerken mit sich bringt. Es besteht nicht nur die Gefahr von Reaktorunfällen, sondern auch von Naturkatastrophen, terroristischen Angriffen, Kriegshandlungen oder Flugzeugabstürzen. Diese Risiken werden weltweit nicht von Kraftwerksbetreibern getragen, sondern auf den Staat und damit auf die Gesellschaft umgelegt.
Ob Sie Atomstrom über Ihren Stromanbieter beziehen, lässt sich auf Ihrer Jahresabrechnung erkennen. Dort informiert der Stromanbieter über seine Zusammensetzung des Strommixes.
Obwohl kein Atomkraftwerk in Österreich in Betrieb ist, sind europäische Atomstromkonzerne auf dem österreichischen Strommarkt, teilweise mit Grünstrom-Tochterfirmen, aktiv. Der von GLOBAL2000 jährlich erstellte Stromfilz- und Stromanbieter Check gibt darüber ausführlich Auskunft.
Wenn Sie sicher gehen wollen, dass Ihr Strom weder aus atomaren noch aus fossilen Quellen stammt, achten Sie darauf, dass ihr Stromanbieter mit dem Österreichischen Umweltzeichen UZ46 zertifiziert ist.
Energieeffizienz von Geräten und Energiesparen können wohl den größten Beitrag zur Energiesicherung und zur Erreichung der Klimaziele leisten. Jede nicht verbrauchte Kilowattstunde muss nicht erzeugt werden und senkt damit die Aufwände und Kosten, die auch erneuerbare Energien mit sich bringen. Weniger an Energieverbrauch ist demnach mehr Umweltschutz und Nachhaltigkeit.
Um den eigenen Stromverbrauch senken zu können, sind Informationen über den aktuellen und laufenden Stromverbrauch äußerst hilfreich. Das Führen einer Energiebuchhaltung (z.B. durch monatliches Ablesen des Stromzählers) hilft, einen guten Überblick über den eigenen Stromverbrauch zu bekommen und konkrete Einsparungen anzugehen.Weitere Informationen zu Energiespartipps finden Sie in unserem Energiespar-Glossar.

Zum Nachlesen
Die weltweiten Uranvorkommen reichen bei konstantem Abbau noch ca. 70 Jahre: bund-bawue.de
Abbau in Ländern wie Australien, Kanada, Kasachstan und Russland: kernenergie.ch
Weltweit sind bisher 350.000 Tonnen an hochradioaktiven Müll angefallen: Uranatlas 2019, S.44
Die Strahlungsdauer ist je nach Spaltprodukt unterschiedlich: Global 2000
Auf der Suche nach Endlager für Atommüll: Uranatlas 2022, S52
Es besteht nicht nur die Gefahr von Reaktorunfällen: Uranatlas 2022, S. 56
Der von GLOBAL2000 jährlich erstellte Stromfilz– und Stromanbieter Check gibt ausführlich Auskunft: Global 2000
Österreichischen Umweltzeichen UZ46 für Stromanbieter.
Monika Kupka DIE UMWELTBERATUNG