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DIE UMWELTBERATUNG
Der gesellige „Spatz“ gilt als weit verbreiteter Allerweltsvogel. Leider gehen die Bestände des singenden Gebäudebrüters zurück. Naturnahe Grünflächen und Rücksicht bei der Gebäudesanierung sichern den Spatzen das Überleben.
Haussperlinge (Passer domesticus) sind bekannte Stadtbewohner, die auch „Spatzen“ genannt werden. Die Männchen sind oft mit ihren „tschilp“-Rufen in der Nähe ihres Nestes zu hören.
Der Kulturfolger brütet vor allem in Nischen und Höhlen an Gebäuden. Es kommt aber auch vor, dass er Freinester in dichten Hecken und in Fassadenbegrünungen baut.
Haussperlinge sind gesellige Vögel – sie brüten in Kolonien und entfernen sich nie weit von ihrem Geburtsort. An Gebäuden brüten sie in Hohlräumen im Dachbereich oder in der Fassade. Normalerweise brüten Haussperlinge mehrmals pro Jahr im Zeitraum April bis August.
Auf dem Speiseplan des Haussperlings stehen vor allem Sämereien. Während der Aufzucht ihrer Jungen benötigen die Vögel ein reiches Angebot an Insekten. Die Jungen werden mit Raupen und zerkleinerten Insekten gefüttert.
Gerne nehmen Haussperlinge ein Bad: Regelmäßige Staub- und Wasserbäder dienen der Pflege des Gefieders.
Der Haussperling ist als häufiger Gebäudebrüter bekannt, aktuell ist er aber von starken Bestandsrückgängen betroffen. Vor allem die fehlenden Nistmöglichkeiten in Folge von Gebäudesanierungen und dem Abriss alter Gebäude machen dieser Art zu schaffen. Ein wichtiger Grund für den Rückgang dieser Vogelart ist auch der Mangel an Insektennahrung für die Jungenaufzucht, der durch den Einsatz zahlreicher Pestizide, aber auch durch den Verlust naturnaher Lebensräume entsteht. Für ihre Staubbäder benötigen die Vögel außerdem unversiegelte Bodenflächen, die zunehmend verbaut werden.
Um dem Haussperling eine ausreichende Nahrungsversorgung zu ermöglichen, sind Gärten mit „englischem Rasen“ und Thujenhecken fehl am Platz – Blumenwiesen, Wildblumen, Gräser und heimische Laubsträucher bieten das benötigte Angebot an Samen und Insekten. In Hecken finden die Vögel nicht nur Nahrung, sondern auch Schutz vor Feinden.
Haussperlinge wiegen nur etwa 30 Gramm. Ihr Körper ist ca. 15 cm lang, der Schnabel kurz und kräftig. Männchen und Weibchen unterscheiden sich deutlich auf den ersten Blick: Das Männchen ist an seinem grauen, kastanienbraun eingefassten Scheitel, seinen weißen Wangen und dem schwarzen Latz zu erkennen. Sein Rücken ist braunrot und schwarz, die Unterseite ist aschgrau gefärbt. Weibchen hingegen sind graubraun und feiner gezeichnet, mit einer helleren Unterseite.
Monika Kupka DIE UMWELTBERATUNG
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Coverbild: © Brigitte Baldrian
Coverbild: ©m.pendl
Julian Rad radwildlife.com
Einige Tiere sind aufgrund ihrer Lebensweise auf Brutplätze und Rückzugsräume an Gebäuden angewiesen. Bei Renovierungen und Sanierungen verschwinden diese Plätze häufig. Achten Sie auf geschützte Tierarten!
Wiener Umweltanwaltschaft
Vögel nehmen Glasscheiben häufig nicht wahr und prallen dagegen. Die Folgen sind meistens tödlich. Flächige Markierungen auf der Glasscheibe können Abhilfe schaffen.
Manfred Pendl
Vögel brauchen zum Überleben ein großes Nahrungsangebot, Verstecke und Nistplätze. Naturnahe Gärten und Grünflächen sind wertvolle Vogellebensräume.