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DIE UMWELTBERATUNG
Asia-Salate gibt es in verschiedenen, geschmackvollen Sorten. Sie sind form- und farbenreich, ihre breite Geschmackspalette reicht von mild bis scharf. Durch ihre Kältetoleranz können sie auch im Winter geerntet werden.
Gabriele Homolka DIE UMWELTBERATUNG
Asiasalate
Asia-Salate sind eigentlich Kohlsalate und stammen, wie der Name schon vermuten lässt, aus der asiatischen Küche, vor allem Südostasien und China. In den letzten Jahren erfreuen sie sich aber auch innerhalb europäischer Küchen und heimischen Feldern an wachsender Beliebtheit: Zum einen eignen sich besonders die Jungpflanzen hervorragend als Zutaten für köstliche Salate, zum anderen sind die Blätter der ausgewachsenen Pflanzen bestens zum Kochen einsetzbar, sei es als Suppeneinlage, gedünstet , gebraten oder auch zum Umwickeln anderer Speisen.
Der große Vorteil der Asia-Salate gegenüber ihren herkömmlichen Salatkollegen liegt darin, dass sie nahezu ganzjährig ohne zusätzliche Heizung erntefähig sind. Die Aussaat im Freiland ist von März bis September möglich, im ungeheizten Foliengewächshaus sogar bis Mitte November. Durch geschickte Staffelung des Anbaus wird auf diese Weise eine ganzjährige Ernte möglich. Somit sind Asia-Salate gerade in der kalten Jahreszeit eine attraktive Alternative für alle umweltbewussten Salatliebhaber.
Auch bei Hobbygärtner*innen werden sie immer beliebter: Ein Anbau auf überdachten Balkonen oder auch innerhalb der Wohnung am Fensterbrett ist eine spannende Möglichkeit, auch im Winter Salat „Marke Eigenbau“ zu ziehen und zu genießen. Besonders wichtig ist es, auf eine trockene Kultur zu achten, während des Winters also nicht zu viel zu gießen. Zu viel Feuchtigkeit würde die Ausbreitung von Pilzkrankheiten (Grauschimmel) fördern. Die ungünstigste Zeit für den Anbau von Asia-Salaten ist der Frühsommer. Da befällt sie der Kohlerdfloh gerne und die Pflanzen gehen auch rasch vorzeitig in Blüte.
Die Sortenvielfalt ist groß. Als beliebte Vertreter seien hier „Mizuna“, „Green in Snow“ und „Red Giant“ genannt:
Für die meisten Sorten gilt, dass der Geschmack sehr intensiv ist und ein purer Einsatz der Asia-Salate möglicherweise als zu scharf empfunden wird. In der Verwendung als Gewürz bzw. Beimischung von anderen Gemüsesorten sind sie auf jeden Fall ein kulinarischer Genuss. Asiasalate werden derzeit in kleinen Mengen auf heimischen Feldern angebaut und sind entweder direkt über die Landwirte oder zum Teil auch über Biokistl zu beziehen. Das Saatgut ist über Bio-Saatgutfirmen oder im Fachhandel zu kaufen. Bezugsquellen finden Sie in unserer „biologisch gärtnern“-Produktdatenbank.
Monika Kupka DIE UMWELTBERATUNG
Michaela Knieli DIE UMWELTBERATUNG
Nicht nur exotische Früchte, sondern auch Spargel, frische Zuckererbsen oder grüne Bohnen kommen im Winter per Flugzeug nach Österreich. Mit Flugware werden selbst vegetarische Gerichte für das Klima problematisch.
Klaus Strassner DIE UMWELTBERATUNG
Das Angebot von Bezugsquellen für Biosamen und Biopflanzen reicht von Gemüse und Kräutern über Wiesenmischungen und Wildblumen bis hin zu Gehölzen und Blumenzwiebeln. Wiesenmischungen werden für individuelle Anforderungen und verschiedene Standorte zusammengestellt. Diese Firmen haben sich mit ihrem Sortiment bei der Initiative „biologisch gärtnern“ listen lassen und sind nach Postleitzahl geordnet.
Michaela Knieli DIE UMWELTBERATUNG
Blattsalate sind erfrischend und optimal für die Figur. Sie bestehen hauptsächlich aus Wasser und enthalten gerade jetzt in der Freilandsaison ein Plus an wichtigen Inhaltsstoffen.