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Hotline-Team
DIE UMWELTBERATUNG
Um den Speisen die richtige Würze zu geben, müssen nicht unbedingt exotische Gewürze aus fernen Ländern importiert werden.
Michaela Knieli DIE UMWELTBERATUNG
Chilischoten
Auch bei uns wachsen viele Kräuter und Gewürzpflanzen, die nicht nur dem Essen die richtige Note geben, sondern uns Menschen gut tun. Verantwortlich dafür sind vor allem die ätherischen Öle, die uns sofort in die Nase steigen. Sie duften, bringen guten Geschmack und haben eine wohltuende Wirkung auf unsere Gesundheit.
Wir unterscheiden Kulturpflanzen und Wildpflanzen. Viele unserer Gewürzkräuter stammen aus der Familie der Doldenblütler und lassen sich gut im Hausgarten ziehen. Dazu gehören z. B. Gewürzfenchel, Dill, Anis und Pfefferoni. Alle sind traditionelle Gewürze mit starker Würzkraft.
Fenchelsamen, gut gekaut, sollen gegen schlechten Atem wirken und Fencheltee ist ein gutes Hausmittel, wenn Babys Bauchweh haben und zu Koliken neigen. Auch die Pollen des Fenchels können als Gewürz („Gewürz der Engel“) verwendet werden, sie sind sehr aromatisch und schmecken süß.
Dill hat ähnliche Blätter wie der Fenchel. Das Aroma ist aber unvergleichlich. Dill wurde bereits im Alten Ägypten als Kulturpflanze angebaut und als Heil- und Gewürzpflanze verwendet und wurde bei uns in den Klostergärten kultiviert. Das aus den Samen hergestellte Dillwasser wirkt verdauungsfördernd; die Früchte wurden gegen Mundgeruch gekaut. Das frische Dillkraut kann vielseitig in der Küche eingesetzt werden. Dill ist das klassische Gewürz für Sauergemüse wie Essiggurkerl.
Bei uns wird Anis vor allem in Brot, Backwaren und Brauchtumsgebäck (Störibrot) verwendet. Auch wird er Spirituosen und Likören beigemischt, wie etwa dem Absinth. In der Volksheilkunde wird Anis wie Kümmel oder Fenchel eingesetzt – bei Verdauungsbeschwerden und Reizhusten.
Bei uns immer beliebter im Garten oder an der sonnigen Hauswand sind selbst gezogene Paprika und Pfefferoni bzw. Chilis. Es gibt eine bunte Farbpalette und ebenso viele Geschmacksnuancen bei diesen Nachtschattengewächsen. Von mild bis feurig scharf ist für jeden etwas dabei. Getrocknete Schoten sind lange haltbar und sorgen für die richtige Würze in Suppen, Soßen und natürlich Gulasch. Fein gemahlen als Pulver lässt sich dieses Gewürz gut dosieren. Verantwortlich für die Schärfe ist das „Capsaicin“, das in unterschiedlicher Konzentration in den Früchten vorkommt und einen Hitze- oder Schmerzreiz verursacht. Neben der Schärfe besitzen Paprika und Chili eine Menge von gesunden Inhaltstoffen wie z. B. Vitamin C, Flavonoide und Carotine.
Tipp: Gewürzkräuter sind intensiv im Geschmack, verwenden Sie sie daher sparsam.
Rezepte der Saison:
Monika Kupka DIE UMWELTBERATUNG
Gabriele Homolka DIE UMWELTBERATUNG
Sobald der Schnee schmilzt und die Sonne den Boden wärmt, blitzt frisches Grün in Wald und Garten hervor und will geerntet werden. Frühlingskräuter wirken blutreinigend und bringen den Stoffwechsel in Schwung.
Michaela Knieli DIE UMWELTBERATUNG
In Pflanzensamen steckt die geballte Kraft der Pflanze. Hanfsamen, Leinsamen und Kürbiskerne strotzen vor Energie und liefern wertvolle Nährstoffe.
Rainer Burger DIE UMWELTBERATUNG
Lange Zeit wurden die Bitterstoffe aus Salaten gezüchtet, gewässert oder mit viel Zucker übertönt. Doch neue Rezepte zeigen – bitter ist im Kommen.