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Hotline-Team
DIE UMWELTBERATUNG
Okras werden seit tausenden Jahren kultiviert und bei uns meist nur in exotischen Gerichten verkocht. Wer weitgereiste Flugware vermeiden und trotzdem exotisch kochen will kann sich Okrapflanzen selbst im Garten oder Blumentopf ziehen.
Michaela Knieli DIE UMWELTBERATUNG
Okraschoten
Okras wachsen strauchartig und werden bis zu 2,5 Meter hoch. Sie gedeihen sehr gut in tropischen und subtropischen Regionen. Sie sind vielfältig einsetzbar und schmecken ähnlich wie Fisolen.
Sie sind reich an Vitamin C, Folsäure und Calcium. Aufgrund der Schleimstoffe ist die Konsistenz der Gerichte zwar gewöhnungsbedürftig, es lohnt sich jedoch die Schleimstoffe nicht zu entfernen, denn sie legen sich wie ein Film auf gereizte Schleimhäute und beruhigen so Magen und Darm. Der Schleim enthält viel Pektin, das ist ein wasserlöslicher Ballaststoff der freie Gallensäuren bindet und so das LDL-Cholesterin senkt. Pektin bindet auch Schadstoffe und fördert die Ausscheidung.
Okras sind sehr empfindlich und werden deshalb meist extrem klimaschädigend per Flugzeug transportiert. Konventionelle Ware sollte nur selten gegessen werden, denn Lebensmittelbehörden warnen immer wieder vor dem Verzehr, da die Schoten stark mit Pestiziden belastet sind. Bioware ist zu bevorzugen, denn chemisch-synthetische Pestizide dürfen im Biolandbau nicht eingesetzt werden. Wer lange Transportwege vermeiden will kann Okras auch in unseren Breiten im Weinbauklima auch selbst, sogar in größeren Töpfen auf dem Balkon ziehen. Okras lieben gute Erde, viel Hitze und Wasser.
Monika Kupka DIE UMWELTBERATUNG