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Hotline-Team
DIE UMWELTBERATUNG
Gelsen lassen sich ohne Gift im Zaum halten – mit natürlichen Mitteln und Fliegengittern. Nur wenn helle, weite, langärmelige und langbeinige Kleidung, Insektenschutzgitter am Fenster und das Moskitonetz über dem Bett wirklich nicht reichen, kann zu einzelnen Schutzmitteln gegriffen werden.
Lipso Kozerga Pixabay
Gelse
Aufgrund des feucht-warmen Wetters, steigt auch die Anzahl der Gelsen. Im Handel gibt es zahlreiche Mittel, die versprechen, die lästigen Tiere auf Abstand zu halten. Aber wie gut wirken die Anti-Gelsenmittel und wie verträglich sind sie für uns Menschen? Der Konsumentenschutz der AK Oberösterreich hat gemeinsam mit DIE UMWELTBERATUNG 16 Anti-Gelsenmittel, die auf die Haut gesprüht werden, genauer unter die Lupe genommen − mit großteils gutem Ergebnis.
9 getestete Mittel können empfohlen werden, 5 sind bedingt empfehlenswert. Nur 2 Produkte werden nicht empfohlen. Der große Unterschied: der im Anti-Gelsenmittel enthaltene Wirkstoff.
Link zum Testergebnis auf der Website der Arbeiterkammer
Viele Produkte gegen Haushaltschädlinge am Markt
DIE UMWELTBERATUNG hat bereits 2022 bis 2024 zu Mitteln gegen Haushaltsschädlinge recherchiert und dabei viele Produkte mit teils bedenklichen Inhaltsstoffen gefunden. Dabei gibt es altbewährte Mittel ganz ohne Chemie gegen lästige Tiere wie Gelsen.
Bei der Recherche in Onlineshops von Drogerie-, Garten- und Baumärkten ist DIE UMWELTBERATUNG auf viele Produkte mit bedenklichen Inhaltsstoffen gestoßen. Darunter waren auch Produkte, die chemische Wirkstoffe gegen Gelsen an die Luft abgeben, wie Gelsenstecker oder Gelsenspiralen. Die chemische Gelsenbekämpfung schadet der Umwelt und der Gesundheit. Besser sind altbewährte Abwehrmethoden:
Auf den geliebten Gartenteich müssen Sie deshalb aber nicht verzichten! Hier hält die Natur – angefangen vom Fisch über die Kröte bis zur Libelle – das ökologische Gleichgewicht und die Gelsenlarven werden von ihren natürlichen Feinden vernichtet.
So verführerisch es auch für unsere Kleinen sein mag, einen Gelsenstich hingebungsvoll aufzukratzen, das sollten Sie ihnen nicht erlauben. Denn das Kratzen selbst löst Reaktionen im Körper aus, die den Stich erst richtig zum Schwellen bringen. Damit Kinder aber nicht unnötig leiden müssen, nehmen Sie ihnen den Juckreiz: Reiben Sie die Stelle mit rohem Zwiebel, Essig, Zitronensaft oder zerriebenen Spitzwegerich- oder Tomatenblättern ein. Das lindert den Juckreiz.
Künstliche Pyrethroide sind die häufigsten Wirkstoffe zur Bekämpfung von Insekten. Sie sind Nervengifte und wirken schon in sehr geringen Mengen gegen fliegende und krabbelnde Insekten. Bei empfindlichen Menschen können sie Juckreiz, Hautentzündungen, Hustenreiz oder Allergien auslösen. Sie werden nicht so leicht über die Haut oder nach Verschlucken vom Körper aufgenommen, sehr wohl aber über die Lunge. Daher ist gerade beim Versprühen dieser Mittel Vorsicht geboten.
Monika Kupka DIE UMWELTBERATUNG
In der Broschüre „Umgang mit Ameisen, Motten & Co – ja, aber ökologisch“ werden die häufigsten „Lästlinge“ im Haushalt und giftfreie Alternativen zu herkömmlichen Bekämpfungsmitteln mit vielen farbigen Abbildungen vorgestellt.
B. Plank/ imBILDE.at – Adobe Stock
Kein Grund zur Panik
DIE UMWELTBERATUNG
Unser Ökotoxikologe Harald Brugger gibt in einem Video auf wien.gv.at einfache Tipps, um Insektenbefall im Haushalt vorzubeugen – ganz ohne Gifteinsatz!
Little Adventures via Adobe Stock
Beim Kampf gegen Motten gilt: Vorbeugen ist besser als bekämpfen! Mottenschutz funktioniert auch ohne schädliche Chemie, viele Mottenschutzmittel können der Gesundheit schaden.
Renate Gottwald-Hofer DIE UMWELTBERATUNG
Im Frühling und Sommer haben die Ameisen Hochsaison. Sie säubern unsere Parks und Gärten, pflegen Blattläuse und marschieren auf Futtersuche in unsere Häuser und Wohnungen ein. Hände weg von Insektiziden! Einfache Hausmittel haben sich bewährt. Ameisen sind wichtig für die Biodiversität.