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Hotline-Team
DIE UMWELTBERATUNG
Zum Start der Heizsaison sind ein paar Handgriffe nötig, damit’s angenehm warm wird und die Heizkosten im Rahmen bleiben. Wir zeigen, was zu tun ist und haben eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Entlüften der Heizkörper.
M.Doerr & M.Frommherz GbR via Adobe Stock
Heizkörper entlüften
Wer kennt das nicht: es wird kalt, die Heizung wird eingeschaltet, aber leider steigt die Raumtemperatur nicht wie gewünscht. Wenn das Heizsystem schlecht funktioniert, steigt der Energieverbrauch trotz niedrigerer Raumtemperatur! Ein Heizungscheck zum Saisonstart schont also die Geldbörse genauso wie die Umwelt.
Der Heizkessel oder die Therme sollte einmal pro Jahr (siehe Herstellerangabe) von einem Installateurbetrieb z. B. vom Reparaturnetzwerk Wien gewartet werden, der das Gerät reinigt und die Funktionen überprüft. Mieter*innen sollten ihrer Verpflichtung zu jährlicher Wartung nachkommen, da die Kosten eventueller Reparaturen die Vermieter*innen übernehmen. Bei Nichteinhaltung dieser Verpflichtung können Vermieter*innen die Reparaturkosten auf die Mieter*innen abwälzen.
Ist mit dem Heizgerät alles in Ordnung, kann der restliche Check selbst erledigt werden. Wichtig für den Check ist, dass das Gerät auf Winterbetrieb gestellt ist und alle Heizkörper voll aufgedreht sind.
In Wien werden viele Wohnungen mit Gas beheizt, mit der sogenannten „Gaskombitherme“. Das Gerät erzeugt Heizungswärme und Warmwasser. Im Sommer wird das Gerät auf Sommerbetrieb, also ausschließliche Warmwasserbereitung umgestellt. Da kann es passieren, dass der Systemdruck sinkt. Der Druck sollte zwischen 1 bar und 1,5 bar liegen. Wird weniger als 1 bar angezeigt, muss der Druck erhöht werden. Füllen Sie dazu Wasser in den Heizkreislauf nach – Dazu am besten die Betriebsanleitung zu Hilfe nehmen oder einen Profi kommen lassen.
Im Normalfall wird die Gastherme über das Raumthermostat gesteuert. Damit wird die Grundtemperatur für die Wohnung gewählt. Die Temperatur sollte 20 – 21°C betragen. Bei der Überprüfung des Raumthermostats muss mitunter eine höhere Temperatur gewählt werden, wenn die Raumtemperatur zum Sommerende noch wärmer ist als 21 Grad. Die Gastherme sollte sich einschalten, wenn auf eine höhere Temperatur als die momentane Raumtemperatur eingestellt wird.
Sobald das Ventil vollständig geöffnet ist, wird der Heizkörper langsam warm. Ist das nicht der Fall, kann es sein, dass das Ventil feststeckt. Oft lässt es sich durch vorsichtiges Klopfen mit einem Hammer lösen. Ist das Ventil defekt, muss es ausgetauscht werden. Besonders vorteilhaft sind sogenannte Thermostatventile. Diese regulieren den Heizkörper direkt über die erreichte Raumtemperatur (z.B. Stufe 2-3 ergibt 18 bis 21°C). Fernwärmekund*innen melden defekte Ventile bei der Servicestelle der Fernwärme Wien.
Mit den Regelungsventilen am Heizkörper lässt sich die Raumtemperatur einstellen. In Schlafzimmer, Küche oder Vorraum kann es ruhig kühler sein als im Wohnzimmer.
Beim Heizkörper der der Therme am nächsten ist, kommt das Wasser am wärmsten an. Dieses Ventil sollte deshalb auf möglichtst niedrige Stufe eingestellt werden, damit genug warmes Wasser zu den weiteren Heizkörpern fließen kann.
Die Ventile von Fußbodenheizungen müssen durch den Fachbetrieb eingestellt werden.
Gluckert und gurgelt es im Heizkörper oder wird die Heizkörperfläche nicht gleichmäßig warm? Dann ist Luft im Heizkörper und verhindert die maximale Wärmeabgabe. Mit unserer Anleitung zum Entlüften ist die Luft rasch wieder draußen.
Am Heizkörper sammelt sich in den Zwischenräumen Staub an. Dieser Staub verteilt sich durch die aufsteigende Wärme im Raum und verschlechtert die Luftqualität. Mit speziellen Staubwedeln für Heizkörperzwischenräume und Staubsauger lässt sich der Staub gut entfernen.
Ersparnis: So können bis zu 10% gespart werden. Bei einem durchschnittlichen Verbrauch sind das ungefähr 50 € bis 100 € / Jahr. (Stand September 2024 – 13 Cent/kWh )
Viele weitere Spartipps für Heizen, Strom und Warmwasser gibt es in unserem Energiespar-Glossar.
Monika Kupka DIE UMWELTBERATUNG
DIE UMWELTBERATUNG
Wie du in der Praxis Energie sparen kannst, haben wir in dieser Anleitung zum Entlüften von Heizkörpern zusammengefasst.
Monika Kupka, DIE UMWELTBERATUNG
Die Fenster dichten ist ein wichtiger Schritt um zu verhindern, dass Wärme nach außen tritt. Denn sonst ist auch das Heizen umsonst.
Dariusz Jarzabek Fotografia via Adobe Stock
Die Heizung läuft immer, aber es wird trotzdem nicht warm? Möbel und Vorhänge können die Ausbreitung von Wärme verhindern.