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Hotline-Team
DIE UMWELTBERATUNG
Hörgeräte sind eine wichtige Stütze im Leben eines Menschen mit Schwerhörigkeit, um am sozialen Leben teilnehmen zu können. Für den Betrieb der Geräte werden Batterien eingesetzt. Mit kleinen Tricks halten die Batterien länger und sie dürfen nicht mit dem Restmüll entsorgt werden.
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Hörgerät und Batterie
Alte, größere Geräte waren bis zu drei Wochen mit einer Batterie versorgt. Moderne Hörgeräte verbrauchen mehr: 50 bis 120 Stück pro Gerät und Jahr werden je nach Gebrauchsintensität verwendet. Denn um optimal versorgt zu sein, müssen die Batterien, je nach Größe, alle 3 bis 5 Tage getauscht werden.
Solange der Schutzaufkleber unbeschädigt ist, können unbenutzte Hörgerätebatterien relativ lange gelagert werden, da die Selbstentladung bei nur drei Prozent pro Jahr liegt. Dies ermöglicht auch den Kauf von größeren Mengen an Batterien auf einmal.
Hörgerätebatterien gehören wie herkömmliche Batterien auf Grund der enthaltenen Schadstoffe keinesfalls in den Restmüll, sondern müssen unbedingt fachgerecht entsorgt werden. Alle größeren Geschäfte, wie z.B. das Lebensmittelgeschäft oder der Elektromarkt, die Gerätebatterien verkaufen, müssen gebrauchte Batterien, Knopfzellen und Akkus kostenlos und unabhängig von einem Neukauf zurücknehmen.
Nicht alle Hörgerätehersteller und Verkäufer weisen beim Kauf auf die sachgemäße Entsorgung der Batterien hin. Umso wichtiger ist es, sich vor dem Kauf eines Hörgeräts über die Lagerung und Entsorgung zu informieren.
Damit man nicht für jede verbrauchte Batterie den Weg zu einer Sammelbox antreten muss oder sie verloren geht, ist eine eigene Sammelbox zuhause ratsam. Dafür kann ein leeres Gefäß aus einem nichtleitenden Material wie Holz, Glas, Kunststoff oder Karton verwendet werden. In Wien bietet die MA 48 zudem eine Sammelhilfe für zu Hause an. Diese Mehrwegschachtel ist an Wiener Mistplätzen und Problemstoffsammelstellen erhältlich. Dort kann die gefüllte Sammelbox zurückgebracht und vom Fachpersonal geleert werden. Über Sammel- und Abgabemöglichkeiten in anderen Bundesländern informieren die regionalen Abfallverbände.
Für Menschen, die nicht rund um die Uhr ein aktives Hörgerät benötigen und Batterien sparen möchten, kann es sinnvoll sein, auf Hörgeräte mit Lithium-Ionen-Akkus umzusteigen. Diese benötigen keinen Batteriewechsel, müssen jedoch, je nach Gebrauchsintensität, täglich (meistens in der Nacht) in der Ladestation aufgeladen werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass das mühsame Hantieren beim Batteriewechsel entfällt – man legt das ganze Gerät auf die Ladestation. Ein Akku kann bis zu 500-mal geladen werden.
Monika Kupka DIE UMWELTBERATUNG