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Hotline-Team
DIE UMWELTBERATUNG
Das possierliche Stacheltier ist als effektiver Schädlingsvertilger bekannt. Der Igel ist ein Insektenfresser, sein Bestand leidet unter dem massiven Rückgang an Insekten und an geeignetem Lebensraum. Biologisches Gärtnern und wilde Ecken im Garten fördern den beliebten Gartenhelfer.
Gabriele Redl
Igel
Igel sind in Eurasien und Afrika verbreitet und gehören zu den ältesten Säugetieren der Welt. In Österreich kommen zwei Arten vor: der Braunbrustigel und der nördliche Weißbrustigel.
Stachelkleid aus ca. 8.000 Stacheln, 23 – 28 cm lang, 700 – 1.000 Gramm schwer.
Igel sind dämmerungs- und nachtaktiv und benötigen lichte Wälder oder reich strukturierte Garten- und Parklandschaften. Ein Fettpolster sichert das Überleben im Winter, der schlafend verbracht wird. Als Winterquartiere dienen Ast- oder Laubhaufen, aber auch Kompostmieten (deshalb Vorsicht beim Umsetzen!). Durch den massiven Rückgang der Insekten in den letzten Jahrzehnten und den Trend zu „aufgeräumten“ Gärten finden Igel immer weniger Lebensraum und dort auch weniger zu fressen. So ist es den Tieren oft nicht möglich, die nötigen Fettreserven im Herbst aufzubauen, die für den Winterschlaf nötig sind. Durch diese Unter- und Fehlernährung werden die Tiere krank und schaffen oftmals keinen Winterschlaf. Daher ist es wichtig, im Garten viele Möglichkeiten für das Vorkommen von Insekten zu schaffen, so hat der Igel eine Nahrungsgrundlage. Durch Zufütterung kann Igeln zusätzlich geholfen werden. Dafür eignet sich hochwertiges Katzenfutter am besten.
Der Igel ernährt sich vorwiegend von Insekten und deren Larven wie Erdraupen und Engerlingen. Ein strukurreicher Garten, biologische Bewirtschaftung und der Verzicht auf Pestizide hilft dem Igel in unseren Gärten einen Lebensraum zu finden.

Monika Kupka DIE UMWELTBERATUNG
Manfred Schönwälder
Einige Gartennützlinge wie Vögel, Wildbienen oder Florfliegen können durch Nisthilfen oder Unterkünfte gefördert werden. Diese Hilfen ersetzen natürliche Nistmöglichkeiten und Verstecke, die in strukturlosen Landschaften fehlen. Nachhaltiger ist es, den Tieren im Garten gute Lebensbedingungen zu schaffen.
Manfred Pendl, DIE UMWELTBERATUNG
Naturnahe Gärten zeichnen sich durch bunte Vielfalt, standortangepasste Pflanzen und sanfte, biologische Pflege durch den Menschen aus. Sie sind ein Lebensraum für zahlreiche Tiere und Pflanzen.
M. Holzer
Rasenroboter sind im Hinblick auf die Sicherheit noch nicht ganz ausgefeilt. Unfälle mit Kindern sind möglich. Für Igel und andere Wildtiere sind Rasenroboter eine tödliche Gefahr. Gute Alternativen zum regelmäßig gestutzten Rasen sind Blumenrasen und Blumenwiesen, die nicht so häufig gemäht werden müssen.