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DIE UMWELTBERATUNG
Friedhöfe sind Orte der Erinnerung an verstorbene Menschen, aber auch wertvolle Biotope mit hohem ökologischem Wert. Wir haben für Sie Tipps zu Grabschmuck und Grabbepflanzung.
fitzfotos, pixabay
Naturnahe Friedhofgestaltung
Eine vielfältige, dauerhafte Bepflanzung des Grabes mit kleinen Gehölzen, Stauden und Gräsern schafft Lebensräume und ökologische Nischen für Kleintiere oder Insekten. Zu Allerheiligen werden die Gräber meist zusätzlich geschmückt.
Die pflanzlichen Teile werden nach der Verwendung kompostiert. Vorher müssen bei herkömmlichem Grabschmuck allerdings Plastik, Metall, Aluminium, Polystyrol oder Drahtgeflecht entfernt werden. Bitte werfen Sie Plastikteile, Kunststofftöpfe, Metall nicht zum Biomüll sondern in die dafür vorgesehenen Abfallbehälter! Nur Bindematerial, das verrottet, und dünne Drähte, die nicht beschichtet oder verzinkt sind, können bei der Entsorgung mit geschreddert und kompostiert werden.
Aus natürlichen Materialien lassen sich wunderschöne Gestecke und Kränze selbst herstellen. Auf Strohkränze werden Tannen- oder Föhrenzweige, Stechpalmenzweige, spät blühende Blumen wie Astern, bunte Beeren, Zapfen und Gräser gesteckt oder gewickelt.
Am besten ist es, bei den Florist*innen oder Gärtner*innen rechtzeitig nach Blumenarrangements und Kränzen, die kompostierbar sind, zu fragen.
Friedhöfe sind häufig Rückzugsorte für seltene Tierarten. Von einer insektenfreundlichen Bepflanzung der Gräber mit heimischen, standortgerechten Bio-Pflanzen profitieren besonders Schmetterlinge und Bienen, die hier Nahrung finden. Wichtig ist dabei, Pflanzen mit ungefüllten Blüten zu verwenden, da gefüllte Blüten Insekten keine Nahrung bieten. Mehrjährige Stauden haben außerdem den Vorteil, dass sie nur einmal gepflanzt werden müssen und wenig Pflege benötigen.
Diese ein- und mehrjährigen Pflanzen sind Nahrungsquellen für Insekten:
Zur Grabbeleuchtung empfiehlt DIE UMWELTBERATUNG langlebige Produkte, zum Beispiel wiederbefüllbare Kerzenbehälter aus Glas. Grablaternen schützen diese Kerzen vor Regen und Wind. Eine weitere Alternative zu Wegwerf-Grabkerzen sind langlebige Solar-Grablampen, die auch in der dunklen Jahreszeit genügend Energie speichern. Beim Kauf der Solar-Grablampen unbedingt darauf achten, dass der darin enthaltene Akku ausgetauscht werden kann. Nur dann ist es möglich, das Grablicht weiterzuverwenden, wenn der Akku schwach wird. Für batteriebetriebene LED-Grablichter sind wiederaufladbare Batterien die nachhaltigste Lösung. Kaufen Sie keine Kerzen mit Knopfbatterien!
Verwenden Sie
Zur Unkrautkontrolle eignen sich Vliese aus Naturfasern, wie Hanf, Schafwolle, Jute oder Ökotextilien. Rindenmulch wirkt vor allem durch seine Struktur als Unkrauthemmer. Naturfasern können auf dem Grab verbleiben und fungieren bei ihrer Zersetzung als Dünger.
In der „biologisch gärtnern“-Produktdatenbank finden Sie alle mit dem Gütezeichen „biologisch gärtnern“ ausgezeichneten Blumenerden, Dünger, Hilfsstoffe und Repellents sowie auch Nützlinge, Fallen und Pflanzenschutzmittel.

Spezielle Sets mit Wildblumen zur Grabgestaltung erhalten Sie bei Wilde Blumen.
Fragen Sie im Blumengeschäft nach kompostierbaren Gestecken und Kränzen.
Bezugsquellen von Blumen aus biologischem Anbau
Monika Kupka DIE UMWELTBERATUNG
Gabriele Pomper, DIE UMWELTBERATUNG
Auch für Grabschmuck gibt es ökologische Alternativen.
Alexei_other, pixabay
Plastik möglichst zu vermeiden, ist in vielen Lebensbereichen bereits üblich geworden. Ein positiver Trend, der nun endlich auch das Gärtnern erreicht.