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DIE UMWELTBERATUNG
In der Natur bildet sich von selbst eine Mulchschicht, zum Beispiel durch abgestorbenes Laub im Wald. Im Garten kann man diesen natürlichen Prozess zur Bodenverbesserung anwenden.
g.hekele, DIE UMWELTBERATUNG
Mulchschicht
Der Begriff Mulchen stammt aus dem Englischen und bezeichnet das Abdecken des Bodens mit organischem Material. Falls es keine Materialien aus dem eigenen Garten dafür gibt, können Sie Produkte mit Gütesiegel im Fachhandel erwerben.
Mulchen fördert die Bodenprozesse und stärkt die natürlichen Regelkreisläufe, sodass auch die natürlichen Feinde der Schadinsekten und Schnecken mehr werden. Insgesamt ist Mulchen gesundheitsfördernd für Boden und Pflanzen.
Manche Hausgärten werden mit Rindenmaterialien gemulcht, die gegen Schimmelbildung chemisch behandelt sind. DIE UMWELTBERATUNG rät davon ab. Die ökologisch beste und gleichzeitig kostenlose Alternative ist das Mulchen mit Material aus dem eigenen Garten, wie zum Beispiel Häckselgut, Grasschnitt oder Laub. Wenn Mulchmaterial aus dem Gartenfachmarkt verwendet wird, dann sind Produkte, die Umweltgütesiegel tragen, die beste Alternative.
Tomaten können beispielsweise sehr gut mit zerkleinerten Tomatenblättern, die beim Ausgeizen immer wieder anfallen, gemulcht werden. Grasschnitt ist ein tolles Mulchmaterial, das oft regelmäßig zur Verfügung steht.
In regenreichen Gebieten nur dünn mulchen (max. 3 cm) um Fäulnis zu vermeiden
Bei hohem „Schneckenansturm“ ebenso dünn mulchen, sonst schafft man den Schnecken ideale Tagesverstecke.
Diese Tipps erhielten wir von Hobbygärtner*innen. Wir freuen uns auf weitere Hinweise!
Wir mulchen mit Rasenschnitt. Der fällt in (fast) jedem Garten an 🙂
Rasenschnitt nicht entsorgen, denn es ist ein super Mulchmaterial. Zugegen wenn es trocknet sieht es nicht mehr so hübsch aus. Aber die Erde darunter bleibt schön feucht und feinkrümelig, auch bei unserem extem lehmigen Boden. Wir mulchen daher nicht nur die Gemüsebeete, sondern auch das Staudenbeet, unter den Obstbäumen und auch unter der Hecke. Es bleibt gar nichts mehr übrig für den Komposthaufen.
Rasenschnitt in Höhe von 5 cm unter (Ribisel)Sträucher, Rosen, Klematis,….streuen – schützt vor allzu schnellem Austrocknen (Heuer eh kein Thema), Unkraut jäten und ist natürlich Dünger zugleich!
ich mische unter den Grasschnitt noch gemähte Brennesseln. Bringt Kieselsäure. – Aber Achtung, nur, solange die Brennesseln noch nicht aussamen.
Wir freuen uns über weitere Anregungen und Diskussionsbeiträge! Auch Fotos sind willkommen.

Mulchmaterialien mit dem Gütezeichen „biologisch gärtnern“ finden Sie auf www.biologischgaertnern.at
„biologisch gärtnern“ ist eine Initiative von EASY-CERT services, DIE UMWELTBERATUNG und biohelp Garten & Bienen.
Monika Kupka DIE UMWELTBERATUNG