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DIE UMWELTBERATUNG
Neuerdings wird auch Salz als biologisches Produkt angepriesen. DIE UMWELTBERATUNG warnt vor falschen Versprechungen!
Faran Raufi via unsplash
Salz
Salz wird nicht angebaut oder wie landwirtschaftliche Erzeugnisse hergestellt, enthält also keine „Zutaten aus biologischer Landwirtschaft“. Es kann damit die Anforderungen von biologischen Produkten nicht erfüllen.
Salze ist ein anorganisches Lebensmittel, aber kein landwirtschaftliches Produkt. Darauf sollten Sie besonders bei teuren Angeboten im Internet achten! Produzent*innen von sogenanntem „Natursalz“ werben zwar oft mit dem Begriff „Bio“, es handelt sich hierbei aber auf keinen Fall um ein kontrolliertes Bioprodukt. Bei einigen Natursalzen wird auf den Zusatz von sogenannten Rieselhilfen verzichtet. Einigen Salzen sind Kräuter zugesetzt. Wenn diese aus biologischer Landwirtschaft stammen, darf das Produkt als Bio-Kräutersalz bezeichnet werden. Hier gibt das Bio-Siegel Sicherheit.
Wie alle üblichen Speisesalze im Handel besteht auch das Himalaya-Salz zu mindestens 97 % aus Kochsalz. Damit ist der Gehalt an anderen Mineralstoffen in diesem Salz so gering, dass mit den üblichen Verzehrsmengen kein nennenswerter Beitrag zur Bedarfsdeckung von Mineralstoffen und Spurenelementen erreicht wird. Das Himalaya-Salz stammt übrigens nicht, wie zu erwarten wäre, aus dem Himalaya-Gebiet, der Name ist eine reine Handelsbezeichnung.
Salz bietet die Möglichkeit, eine breite Bevölkerungsgruppe mit einer ausreichenden Menge an diesen Mangelnährstoffen zu versorgen. Sowohl Jod als auch Fluorid dürfen nur in gesetzlich festgelegten Mengen zugesetzt werden. Jod ist ein Spurenelement, das für die Funktion der Schilddrüse wichtig ist, in der Nahrung aber nur unzureichend vorkommt. Häufig wird auch Fluorid zugesetzt, das vor Karies schützen soll. Es macht also durchaus Sinn, angereichertes Speisesalz zu verwenden, es sollte allerdings generell in der Ernährung von Säuglingen nicht bzw. bei Kleinkindern nur sparsam verwendet werden.
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whitestorm fotolia.com
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