Paradeiser – mehr als nur Ketchup
Paradeiser, der Paradiesapfel, ist verwandt mit dem Erdapfel. Beide stammen aus den Anden und kamen mit Columbus nach Europa. Mittlerweile werden wieder unzählige Formen und Farben kultiviert.
Obwohl anfangs für giftig befunden und nur als Zierde verwendet, zählen Paradeiser heute zum beliebtesten Gemüse. Gerüchte kursieren, dass ein italienischer Liebhaber sich Tomaten in die Pasta tat um sich das Leben zu nehmen, doch nichts passierte. Kein Wunder, Paradeiser strotzen vor Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen wie zum Beispiel Lycopin. Die Besonderheit: gekocht und püriert ist Lycopin, welches das Risiko für Krebs und Herzkreislauferkrankungen senkt, für den Körper besser zu verwerten. In der die Küche gilt: Solange die Paradeiser beim Kochen rot bleiben, bleibt auch die gesundheitliche Wirkung erhalten.
Zebra oder Ochsenherz?
Es gibt schier unzählige, erlesene, alte Paradeisersorten mit verschiedenen Formen und Aromen, ob rund, länglich, flaschenförmig, bauchig, birnenförmig rot, rosa, gelb, orange, weiß, braunschwarz, mehrfärbig gestreift oder gemustert. Es gibt Wildtomaten, die nicht größer als Johannisbeeren sind und wenige Gramm wiegen, und Fleischtomaten, die über ein Kilogramm schwer werden. Gerade die alten Tomatensorten punkten mit besonderen Aromen und laden zum Experimentieren ein. Von den über 5.000 Sorten finden Sie hier vier Kurzportraits.
Fruchtiges Ochsenherz
Ochsenherz ist eine alte traditionelle und frühreife Sorte mit mittelgroßen ochsenherzartigen Früchten und ist für Saucen und Salate geeignet.
Belmonte für Saucen
Die hellrote, fast rosafarbene, riesige Fleischparadeiser trägt viele Früchte an einer Rispe. Sie eignet sich besonders gut zum Kochen.
Black Cherry für Naschkatzen
Die Pflanze trägt bis in den Herbst kleine, dunkle Cocktailtomaten, die für süßen und aromatischen Geschmack in Salaten sorgen.
Fuzzy Cherokee für den Salat
Außen grün und innen rosa, peppen sie den Salat auch farblich auf.
Saisonal wirkt´s besser
Auch wenn Paradeiser im Supermarkt das ganze Jahr über angeboten werden – optimale Vitamingehalte haben nur wirklich reif geerntete Sorten in der Saison von Juni bis Oktober. Außerhalb der Saison verwendet man am besten Konserven, denn hier sind die reife Frucht und der volle Geschmack verarbeitet. Übrigens: Die Arbeit der BiolandwirtInnen lohnt sich, denn Bio-Paradeiser haben ein deutlich höheres antioxidatives und damit gesundheitsförderndes Potenzial als konventionell gezogene.
Verschiedene Sorten sind erhältlich bei:
Stekovics – Paradies der Paradeis www.stekovics.at
Ursteirerhof www.ursteirerhof.at
Arche Noah www.arche-noah.at
Reinsaat www.reinsaat.at
Weitere Informationen