Es gibt verschiedene Kompostiermethoden und Kompostbehälter. Diese können entsprechend der vorhandenen Bedingungen flexibel angepasst werden. Damit das Kompostieren leicht gelingt, haben wir anbei einige Tipps zusammengefasst:
Der richtige Platz
- halbschattiger, windgeschützter Standort
- nicht zu weit von Küche bzw. Gemüsegarten entfernt
Grundvoraussetzungen
- Kohlenstoff-/Stickstoffverhältnis (C/N-Verhältnis) von 20-30 Teilen Kohlenstoff zu 1 Teil Stickstoff.
- Kohlenstoffreich: trockenes, holziges Material wie Häcksel und Stroh.
- Stickstoffreich: frische, feuchte Stoffe wie Gras, Rasenschnitt oder Gemüseabfälle (auch tierische Abfälle enthalten viel Stickstoff).
- Richtiges C/N-Verhältnis durch die Vermischung der unterschiedlichen organischen Materialien anstreben (feine – grobe, trockene – feuchte, leicht zersetzbare – schwer zersetzbare).
- Auf ausreichende Luftversorgung und die passende Feuchtigkeit (nicht zu nass oder zu trocken) achten.
- Kompostierung ist ein aerober Prozess, die daran beteiligten Organismen benötigen Luftsauerstoff.
Achtung: Luftmangel führt zu Fäulnis, dabei werden Stoffe wie Schwefelwasserstoff, Ammoniak und Methan gebildet (Geruch, Stickstoffverluste). Die Fäulnissubstanzen stören das Pflanzenwachstum.
Tipps
- Nach 6 bis 12 Monaten ist der Kompost ausgereift und riecht nach Walderde. Ob der Kompost schon verwendbar ist, verrät Ihnen der Kressetest: Kresse auf eine Schale mit Kompost säen. Nach 5-7 Tagen sollten kräftige, grüne Pflanzen gewachsen sein. Sie zeigen an, dass der Kompost seine Schärfe verloren hat.
- Richtige Feuchtigkeit: Der Kompost soll sich wie ein feuchter, aber ausgedrückter Schwamm anfühlen. Tritt beim Zusammendrücken Wasser aus, ist er zu feucht. Zerfällt der Kompost nach dem Zusammendrücken sogleich, ist er zu trocken.
- Sie können regelmäßig Steinmehl über das gesammelte Kompostmaterial streuen. Vor allem bei nassen Abfällen wie Rasenschnitt oder Küchenabfällen hilft es die überschüssige Feuchtigkeit aufzusaugen und Gerüche zu binden. Produkte dazu finden Sie auf www.biologischgaertnern.at
Dein #biogartentipp
Diese Tipps erhielten wir von Hobbygärtner*innen:
Frau S.:
Meine Spezialmischung für einen schönen Kompost: Je 30g getrocknete Brennnesseln, Löwenzahn, Kamille, Schafgarbe und Eichenrinde gut mischen und in einem Glas aufbewahren. Vor Verwendung durchschütteln. 5 Esslöffel in 1 1/2 Liter kochendes Wasser, über Nacht ziehen lassen. Dazu kommen 50 Tropfen Baldrian und 1 EL Honig, in warmem Wasser aufgelöst. Mit einem Stab bohrt man im Kompost ca. 9 Löcher auf und gibt jeweils einen Schuss hinein. Über den Kompost und an die Seiten gibt man Urgesteinsmehl.
Hele P.:
Wenn es so anhaltend regnet wie in den letzten Tagen, dann ist es günstig, den Kompost mit trockenen Kartonstücken zu mischen. Die Kompostwürmer lieben Karton und der Haufen verschimmelt nicht.