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DIE UMWELTBERATUNG
Vögel haben es im Winter schwer. Sie finden in ausgeräumten Gärten häufig nicht genug Nahrung. Der beste Vogelschutz ist die Erhaltung natürlicher Lebensräume und Futterquellen. Die Vogelfütterung ermöglicht schöne Naturerlebnisse und kann einigen Vogelarten über den Winter helfen. Wichtig ist aber die Tiere richtig zu füttern!
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Die meisten bei uns überwinternden Vogelarten sind daran gewöhnt, auch im Winter Futter zu finden. Eine naturnahe Gartengestaltung mit vielen natürlichen Nahrungsquellen wie Samen, Beeren und Insekten, sind die beste Maßnahme zum Vogelschutz!
Besonders in ausgeräumten Gärten und Siedlungen können im Winter aber natürliche Nahrungsquellen knapp werden. In strengen Wintern und bei dicker Schneedecke ist es für Vögel nicht einfach, genug Futter zu finden, um ihre Körpertemperatur aufrecht zu erhalten.
Das Füttern der Vögel am Futterhäuschen kann einigen Vogelarten über den Winter helfen. Die Futterstelle wird meistens vor allem von wenig gefährdeten Vogelarten besucht, ist aber ein schönes Naturerlebnis, das uns Menschen ermöglicht, die scheuen Tiere aus der Nähe zu beobachten. Wichtig ist, die Tiere fachgerecht zu füttern, um ihnen nicht zu schaden!
Einrichten sollte man die Futterstelle schon vor Wintereinbruch, am besten im September oder Oktober. So haben die Tiere ausreichend Zeit, den Futterplatz kennen zu lernen und Energiereserven für den Winter anzulegen. Wichtig ist auch, an der Futterstelle durchgehend für Futter zu sorgen und den Tieren hochwertiges Futter anzubieten.
Bieten Sie nur hochwertiges und artgerechtes Vogelfutter, am besten in Bioqualität an! Wenn Vogelfutter nämlich im konventionellen Landbau unter Einsatz von Pestiziden produziert wird, schadet das den Vogelpopulationen im Anbaugebiet.
Am Futterhaus kann man unterschiedliches Futter anbieten:
Eine ganzjährig angebotene Wasserstelle ist für Vögel besonders hilfreich. Reinigen Sie diese regelmäßig mit heißem Wasser und sorgen Sie dafür, dass Vögel an der Wasserstelle vor Katzen geschützt sind und die Wasserstelle im Winter nicht lange Zeit zugefroren bleibt!
Sauberkeit ist am Futterplatz enorm wichtig. Mit Kot verunreinigtes oder durch Regen aufgeweichtes Futter kann schnell zu lebensbedrohlichen Infektionen und Krankheiten der Vögel führen. Wählen Sie daher Futterspender, bei denen die Tiere nicht im Futter herumlaufen und es mit Kot verschmutzen können. Besonders zu empfehlen ist die Verwendung von Silofutterhäuschen, Futtersäulen oder -glocken, da das Futter hier nicht mit dem Kot in Kontakt kommt. Achten Sie auch darauf, dass das Vogelfutter nicht nass und schimmlig werden kann. Klassische Vogelhäuschen sollten regelmäßig ausgeleert und gesäubert werden.
Der Futterplatz sollte Schutz vor Katzen und Greifvögeln bieten und nach mehreren Seiten hin offen sein, damit die Vögel Fressfeinde rechtzeitig entdecken können. Empfehlenswert ist ein circa zwei Meter entfernt gelegener Baum oder Strauch, der Schutz vor Fressfeinden bietet.
Bringen Sie die Futterstelle nicht vor einer Glasscheibe an, da Vögel diese nicht wahrnehmen können und dagegen fliegen, meist mit tödlichen Folgen. Wie Sie Vogelanprall gegen Glasscheiben verhindern können, erfahren Sie in diesem Beitrag.
Ein Naturgarten unterstützt Vögel auf natürliche Weise und bietet nicht nur Nahrung, sondern auch Verstecke und Nistplätze:
Früchte tragende Sträucher wie Liguster, Heckenrosen, Hartriegel und Pfaffenkapperl und Kletterpflanzen wie Efeu und Veitschi bieten mit ihren Beeren im Winter natürliches Vogelfutter. Auch die Samen vieler Blumen und sogenannter Unkräuter sind wertvolles Vogelfutter. Schneiden Sie daher Früchte und Samen tragende Sträucher und Stauden erst am Ende des Winters, aber vor Beginn der Brutsaison zurück, damit die Vögel genügend Nahrung finden.
Insektenfressende Vögel finden überwinternde Insekten an abgeblühten Stauden, unter der Laubschicht von Sträuchern und Hecken, im Komposthaufen und im Totholz. Räumen Sie den Garten im Herbst daher nicht zu sorgfältig auf, damit Insekten und Vögel gut überwintern können.
Tipps zum vogelfreundlichen Garten finden Sie im folgenden Beitrag.
Monika Kupka DIE UMWELTBERATUNG
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Vögel bevorzugen vielfältige, abwechslungsreiche Lebensräume, wo Nahrungsangebot, Nistgelegenheiten und Verstecke nah beieinander liegen.
Coverbild: © Brigitte Baldrian
Gartengestaltung, die Vögel Nahrung, Schutz und Unterkunft bietet
DIE UMWELTBERATUNG
Bäume, Sträucher, Hecken und Kletterpflanzen im Portrait
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Standortgerechte, heimische Heckenpflanzen, ihre Blühzeiten und ihr Beitrag zur Biodiversität werden in diesem Poster vorgestellt.
Manfred Pendl
Vögel brauchen zum Überleben ein großes Nahrungsangebot, Verstecke und Nistplätze. Naturnahe Gärten und Grünflächen sind wertvolle Vogellebensräume.
Gabriele Homolka DIE UMWELTBERATUNG
Zahlreiche Vögel wie Meisen, Kleiber oder Gartenrotschwanz nisten in der Natur in Baumhöhlen. Da es immer weniger alte Bäume mit natürlichen Nisthöhlen gibt, sind Nistkästen eine willkommene Alternative.
Wiener Umweltanwaltschaft
Vögel nehmen Glasscheiben häufig nicht wahr und prallen dagegen. Die Folgen sind meistens tödlich. Flächige Markierungen auf der Glasscheibe können Abhilfe schaffen.
Julian Rad radwildlife.com
Einige Tiere sind aufgrund ihrer Lebensweise auf Brutplätze und Rückzugsräume an Gebäuden angewiesen. Bei Renovierungen und Sanierungen verschwinden diese Plätze häufig. Achten Sie auf geschützte Tierarten!