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DIE UMWELTBERATUNG
„Denk an deine Knochen!“ – ein häufiger Satz zum Konsum von Kuhmilch. Allerdings: Für einen ausgewogenen Calciumhaushalt ist Kuhmilch zwar hilfreich, es gibt jedoch auch gute pflanzliche Alternativen.
DIE UMWELTBERATUNG
Brokkoli
Calcium ist für unseren Körper lebensnotwendig. Immerhin ist es, neben Phosphor, der Hauptbestandteil unserer Knochen, es stabilisiert die Zellwände und dient als Basis für die Nachrichtenübermittlung zwischen den Zellen. Laut den D-A-CH-Referenzwerten für die Nährstoffzufuhr benötigen vor allem Jugendliche für ihr rasches Wachstum besonders viel Calcium, nämlich ca. 1200 mg pro Tag. Für Erwachsene ab 19 Jahren werden 1000 mg pro Tag empfohlen.
Zwar ist Phosphor für gesunde Zähne und Knochen extrem wichtig. Durch eine fleisch- und wurstlastige Ernährung wird aber häufig mehr Phosphat als Calcium aufgenommen. Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Calcium und Phosphor ist allerdings essentiell. Gibt es zu viel an Phosphor, holt sich der Körper das fehlende Calcium aus den Knochen zurück um das Verhältnis wieder zu stabilisieren, was dann einen Calcium-Mangel in den Knochen und möglicherweise Erkrankungen zur Folge hat. Ein moderater bzw. reduzierter Wurst- bzw. Fleischkonsum ist also auch für unsere Knochen ein gesundheitlicher Vorteil.
DIE UMWELTBERATUNG zeigt, welche köstlichen und calciumreichen Alternativen es zu Milchprodukten gibt:
Grünkohl, Pak Choi, Rucola und Brokkoli sind ebenfalls wahre Calcium-Helden und dazu auch noch preiswert. Den höchsten Calciumgehalt hat Grünkohl mit etwa 210 mg pro 100 Gramm. Besonders erfreulich: Grünkohl kann man in Österreich als Wintergemüse auch in der kalten Jahreszeit regional beziehen.
Auch viele Nüsse und Samen sind reich an Calcium. Mandeln enthalten bis zu 260 mg pro 100 Gramm, Haselnüsse etwa 220 mg pro 100 Gramm und Pistazien etwa 130 mg pro 100 Gramm. Auch die heimischen Walnüsse sind mit 85 mg Calcium pro 100 Gramm nicht zu vernachlässigen. Als Snack zwischendurch oder als Topping auf Salaten oder Currys, kann man dem Körper mit Nüssen mit wertvollem Calcium weiterhelfen.
Besonders leicht ist es, die Calciumaufnahme mit einem Durststiller zu verbinden, mit Mineralwasser. Sind über 150 mg Calcium pro Liter Wasser enthalten, gilt die Sorte als besonders calciumreich. Es gibt sogar Varianten mit über 600 mg pro Liter. Damit der Müllberg nicht wächst, sind Mehrweg-Glasflaschen die beste Wahl!
Sojafleisch und Tofu sind nicht nur exzellenter Fleischersatz, sondern enthalten dazu noch reichlich Nährstoffe. So kommen unter anderem 185 mg Calcium pro 100 Gramm aus der verarbeiteten Sojabohne.
Wer wegen Calcium nicht immer zur Kuhmilch greifen möchte, kann auf Pflanzendrinks, wie Hafermilch, Sojamilch oder Dinkelmilch umsteigen. Viele Pflanzenmilchhersteller*innen verkaufen ihre Drinks auch mit Calcium angereichert, das aus Algen gewonnen wurde. Da derzeit nur konventionelle Algen am Markt sind, dürfen laut einer Entscheidung des Europäische Gerichtshof auch nur konventionellen Pflanzendrinks Calcium aus Algen zugesetzt werden.
Fazit: Calcium kann man ganz gut von verschiedenen pflanzlichen Quellen beziehen. Sie können eine wertvolle Ergänzung oder sogar eine komplette Alternative zu tierischen Milchprodukten sein.
Monika Kupka DIE UMWELTBERATUNG
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Erdbeerzeit, Himbeersommer, Kürbisherbst, Wintersalat
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