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DIE UMWELTBERATUNG
Hurra, Sonnenschein – aber eincremen nicht vergessen! DIE UMWELTBERATUNG empfiehlt Sonnenschutzmittel mit mineralischen UV-Filtern.
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Sonnencreme
Die Verwendung von Sonnenschutzmitteln in Verbindung mit dem richtigen Sonnenverhalten ist wichtig, um Sonnenbrand, Sonnenallergie und Hautkrebs vorzubeugen. Besonders bei Kindern und Jugendlichen sind Sonnenbrände sehr gefährlich. Erst nach Jahren oder Jahrzehnten machen sich die daraus entstandenen Sonnenschäden bemerkbar. Wer sich viel im Schatten aufhält und gut schmiert, beugt Hautschäden vor!
Naturkosmetik verwendet für Sonnenschutzmittel mineralische UV-Filter, genauer gesagt anorganisches Titandioxid und Zinkoxid. Im Gegensatz zu synthetischen UV-Filtern lösen sie keine allergischen Reaktionen aus und wirken nicht hormonähnlich. Ein Mittel mit mineralischem UV-Filter wirkt sofort. Es bleibt auf der Haut, dringt also nicht ein und bildet eine Schutzschicht. Die kleinen mineralischen Partikel reflektieren sofort nach dem Auftragen die schädliche UVA- und UVB-Strahlung. Synthetische Filter hingegen müssen zuerst in die Haut einziehen, um einen Sonnenschutz aufzubauen.
Synthetische UV-Filter können hormonähnlich wirken. Das Problem von hormonwirksamen Stoffen (endokrinen Disruptoren) ist, dass Hormone im Körper schon in ganz geringer Dosis große Veränderungen auslösen können. Vor allem im Wachstum oder bei der Fortpflanzung, da hier zahlreiche Hormone optimal zusammenspielen müssen, kann das schwerwiegende Folgen haben. Bei Schnecken und Fischen beispielsweise wurden durch den Eintrag von hormonwirksamen Stoffen in die Umwelt eine Verweiblichung der Männchen und Entwicklungsstörungen der Jungen festgestellt. Auch beim Menschen wird vermutet, dass hormonaktive Chemikalien in Verbindung mit u.a. der Abnahme der Spermienaktivität bei Männern, Diabetes, Hoden- und Brustkrebs stehen.
Das Absterben der Korallenriffe, auch Korallenbleiche genannt, kann durch hormonell wirksame Chemikalien aus Sonnenschutzmitteln ebenfalls verstärkt werden. Daher hat Hawaii hat ein Gesetz erlassen, dass seit Jänner 2021 die beiden UV-Filter Ethylhexylmethoxycinnamat und Benzophenon-3 in Sonnenschutzmitteln verbietet. Laut dem National Park Service gelangt jedes Jahr 4.000 bis 6.000 Tonnen Sonnencreme in das Meer. Der Inselstaat Palau hat seit 2020 noch einen dritten UV-Filter, Octocrylen, und einige weitere möglicherweise hormonell wirksame Stoffe auf der roten Liste.
Mineralische UV-Filter in Nanogröße schwächen den sogenannten „Weißeleffekt“, also die Weißfärbung der Haut nach dem Auftragen des Sonnenschutzmittels. In der Inhaltsstoffliste auf der Verpackung sind Stoffe in Nanogröße am Zusatz „(Nano)“ erkennbar. Die mineralischen UV-Filter Titandioxid und Zinkoxid in Nanogröße können in normale Haut nicht eindringen, wie es aber bei geschädigter oder verletzter Haut aussieht und welche Auswirkungen die Nanopartikel auf die Umwelt haben, wird noch untersucht.
Aus vielen Deos ist Aluminium aus Gesundheitsgründen schon verbannt. Trotzdem taucht Aluminium in der Inhaltsstoffliste von Sonnencremes und -lotionen weiterhin auf. Aluminium wird für die Ummantelung von Nanopartikeln verwendet. Sie finden also wahrscheinlich auch das Wort „(Nano)“ auf dem Etikett. Aluminium ist in diesen Sonnenschutzmitteln notwendig. Das perfekte natürliche Sonnenschutzmittel gibt es leider noch nicht!
Chemische UV-Filter sind bei Natur- und Biokosmetik ausdrücklich verboten. Als physikalische Filter sind nur Titandioxid und Zinkoxid erlaubt. Zertifizierte Natur- und Biokosmetik ist auf der Verpackung beispielsweise mit Gütezeichen gekennzeichnet. Nanomaterialien sind nicht bei allen Gütesiegeln für Natur- und Biokosmetik verboten – beim COSMOS-Standard (z.B. ECOCERT und BDIH) sind sie nicht erlaubt.
Auch auf weitere bedenkliche Inhaltsstoffe wird in der Natur- und Biokosmetik verzichtet, zum Beispiel Polyethylenglykol und chemisch verwandte Stoffe (PEG) – sie machen die Haut durchlässiger und Schadstoffe können die natürliche Hautbarriere leichter durchdringen. Silikone und Paraffine sind schwer abbaubar und verbleiben lange in der Umwelt, sie sind in bei Natur- und Biokosmetik nicht erlaubt.
Monika Kupka DIE UMWELTBERATUNG
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