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DIE UMWELTBERATUNG
Bei Äpfeln schafft Österreich nahezu eine Selbstversorgung, doch die Konkurrenz im Regal kommt meist aus fernen Ländern. Bananen, Orangen, Beeren gibt es das ganze Jahr, auch Kirschen im Dezember sind keine Seltenheit. Vieles kommt im besten Fall aus Südeuropa, im schlechtesten Fall aus Südamerika oder Neuseeland per Flugzeug.
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Exotische Früchte
Ob exotische Früchte wie Pitahayas (Drachenfrucht), Papayas, Mangos oder Beeren: Ein tropisches, sommerliches Angebot gibt es auch im Winter im Obstregal der Supermärkte, denn frische Vitamine liegen im Trend. Was den Gaumen begeistert, heizt jedoch unserem Klima gehörig an.
Betrachtet man den Anbau, dann schneidet Obst in Bio-Qualität im Hinblick auf den Klimaschutz besser ab. Es wird im Bio-Landbau auch außerhalb Europas nicht mit chemisch-synthetischen Pestiziden oder mineralischen Düngemitteln gearbeitet. Bio bedeutet jedoch nicht, dass die Ware ohne Flugzeug nach Österreich gebracht werden muss. Das heißt, Lebensmittel können gleichzeitig Bio und Flugimportware sein, nur einzelne Bio-Hersteller haben keine Flugware im Sortiment. Wird das Bio-Obst eingeflogen, verschlechtert das die Klimabilanz 60 x schlechter als beim Transport von spanischem Obst oder rund 170 x schlechter als bei heimischem Obst.
Bananen, Weintrauben oder Heidelbeeren reisen zwar quer über den Globus, überstehen jedoch eine wochenlange Reise am Schiff im speziellen Kühltransport. Die Qualität ist aber mit heimischem, frischem Obst nicht vergleichbar. Obwohl die Früchte meist per Schiff transportiert werden ist auch dieser Transport sehr energieaufwändig. Containerschiffe verbrauchen umweltschädliches Schweröl und blasen großen Mengen Schwefeloxide, Feinstaub, Stickstoff und Ruß in die Luft. So liegen die Grenzwerte für Schwefel selbst bei den neuen, umweltfreundlicheren Brennstoffe für Schiffe, 500-mal höher als beim Heizöl an Land. Das wiederum sorgt in Folge für eine Versäuerung der Böden und des Wassers.
Heimische Erdbeeren sind sicher das kleinere Übel, weil lange Transportwege wegfallen. Doch auch Obst und Gemüse aus dem Glashaus zur Winterzeit ist für eine größere Produktion an CO2 verantwortlich. So verursachen im Gewächshaus zur Winterzeit gezogene österreichische Erdbeeren 30 x mehr CO2 als heimische Erdbeeren, die im Sommer am Feld reifen.
Gut zu wissen: Im biologischen Anbau dürfen keine synthetisch-chemischen Spritzmittel eingesetzt werden. Daher ist die Pestizidbelastung hier wesentlich geringer als bei konventioneller Ware. Flugware ist allerdings nur selten in Bioqualität erhältlich, mit Pestizidrückständen muss man also rechnen. Bei Pestizidmonitorings fallen exotische Früchte oft durch Höchstmengenüberschreitungen auf.
Monika Kupka DIE UMWELTBERATUNG
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Rezeptideen für jede Jahreszeit mit regionalen und biologischen Zutaten.
DIE UMWELTBERATUNG
Im Supermarkt sind zu jeder Jahreszeit Lebensmittel aus aller Welt vertreten. Dies verursacht einen hohen Transportaufwand.
Nadine Wolbart DIE UMWELTBERATUNG
Mehr pflanzlich, bio, regional und saisonal, weniger tierisch und weniger Lebensmittel im Müll – das sind die wichtigsten Eckpfeiler der klimafreundlichen Ernährung.
Michaela Knieli DIE UMWELTBERATUNG
Nicht nur exotische Früchte, sondern auch Spargel, frische Zuckererbsen oder grüne Bohnen kommen im Winter per Flugzeug nach Österreich. Mit Flugware werden selbst vegetarische Gerichte für das Klima problematisch.
Gabriele Homolka/ D.Würthner
Fisch aus Tansania, das frische Steak aus Argentinien, frisches Lamm aus Neuseeland und Rosen aus Kenia haben eines gemeinsam – sie reisen oft per Flugzeug.