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Hotline-Team
DIE UMWELTBERATUNG
„Lieber nackt als im Pelz“ zeigen sich seit über 30 Jahren Promis. Doch angesichts der katastrophalen Bedingungen für die Tiere ist auch das Tragen von Wolle, Daune oder anderen tierischen Produkten zu hinterfragen. Hier finden Sie Hintergrundinformationen und den Link zu Ökomode als Alternative.
Michaela Knieli DIE UMWELTBERATUNG
Daune
Tierische Fasern wärmen uns an kalten Tagen, doch die Haltungsbedingungen und auch die problematische Gewinnung der Fasern machen Gänsehaut. Die Massentierhaltung wird von negativen Auswirkungen für die Umwelt wie erhöhte Treibhausgasemission, Überweidung oder Trinkwasserverschmutzung begleitet. Neben den schlechten Haltungsbedingungen ist oft auch die Gewinnung der Fasern für die Tiere qualvoll.
Den Lämmern wird ohne Betäubung Haut im Bereich des Schwanzes abgeschnitten, um die Schafe vor Fliegen, welche ihre Larven in Hautfalten legen, zu schützen. Auch die Schur geht nicht ohne Verletzungen vorbei, klaffende Wunden werden laut der Tierrechtsorganisation PETA einfach ohne Betäubung vernäht.
Auch Angora wird unter schlechten Bedingungen produziert. Die Kaninchen werden jahrelang in Käfigen gehalten und bei der oft groben Schur verletzt. Auch Kaschmir ist keine Alternative, denn hier wird den Ziegen das Fell grob ausgerissen. Wenn die Tiere für die Faserproduktion nicht mehr taugen, werden sie unter Missachtung jeglicher Tierschutzbestimmungen getötet.
Die extrem beliebten Daunen, die mittlerweile den Großteil der Outdoor-Kleidung füllen, sollen eigentlich Enten und Gänse vor Kälte und Hitze schützen. Die Tiere werden jedoch bis zu vier Mal pro Jahr gerupft, die Schäden und Schmerzen dabei sind groß. Da sich die Tiere wehren, sind oft gebrochene Flügel die Folge.
Bei Rindern und Schweinen ist Leder ein Abfallprodukt der Fleischproduktion, die Tiere werden nicht extra für die Lederherstellung gezüchtet. Anders ist das bei exotischen Tieren wie Krokodilen, Eidechsen oder Schlangen, sie lassen ihr Leben ausschließlich dafür als Handtasche oder Geldbörse zu enden. Zu den schlimmen Tierhaltungsbedingungen bringt die Lederindustrie noch extreme Probleme für die Arbeiter*innen in der Lederindustrie. Sie arbeiten mit gesundheitsschädlichen Chemikalien, die oft ungeklärt im Abwasser landen.
Ob Wolle, Daune oder Leder – ökologische und tierwohlverträgliche Alternativen bieten Naturtextilproduzent*innen.
Monika Kupka DIE UMWELTBERATUNG
DIE UMWELTBERATUNG
Ökologische Mode gibt´s in vielen Varianten: biologisch, fair, aus recycelten Materialien, vegan oder Second-Hand. Wo Sie diese Mode bekommen und welchen Kriterien sie entspricht, finden Sie weiter unten.
BMK
Nachschlagewerk über die gesamte textile Kette mit Tipps für umweltfreundliche Textilien
Michaela Knieli DIE UMWELTBERATUNG
Die Herstellung von Textilfasern hat Auswirkungen auf Menschen, Tiere und Umwelt. Holen Sie sich Informationen über positive Alternativen und probieren Sie auch Fasern, die Sie bis jetzt noch nicht an Ihre Haut gelassen haben.
Textile Exchange, NSF
Gütesiegel kennzeichnen ökologisch und sozial produzierte Textilien. Hier finden Sie spezielle Gütesiegel, die das Tierwohl berücksichtigen.
Textile Exchange
Langlebigkeit, ökologische Produktion und soziale Kriterien sind in der Textilindustrie alles andere als selbstverständlich. Aber es gibt Produkte, die diese Kriterien erfüllen und dafür mit Gutesiegeln ausgezeichnet sind.
Sabine Seidl DIE UMWELTBERATUNG
Daunendecken werden aufgrund ihrer wärmenden und flauschig weichen Eigenschaften geliebt. Doch mit dem Kauf von echten Daunen verursacht man meist extremes Tierleid. Kapok, die leichteste Naturfaser, ist die perfekte Alternative und garantiert das Wohl der Gänse.