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Hotline-Team
DIE UMWELTBERATUNG
Polyester ist preisgünstig und deshalb die am meisten verwendete Faser. Die Herstellung aus Erdöl oder Kohle ist allerdings energieaufwändig und extrem umweltschädlich. Außerdem landen die Fasern beim Waschen im Abwasser und letztendlich als Mikroplastik im Meer.
Michaela Knieli DIE UMWELTBERATUNG
Polyesterschal
Polyester ist ein Überbegriff für synthetische Kunststoffe, die in unterschiedlichen Bereichen eingesetzt werden können. Die Basis für Polyester ist das thermoplastische Polyethylenterephthalat (PET), aus dem zum Beispiel auch Plastikflaschen bestehen. Aber auch bei Bekleidung und Einrichtungsgegenständen wird es eingesetzt.
Polyester besteht aus Kunststoff, der wiederum aus fossilen Energieträgern gewonnen wird. Bisher wurde hauptsächlich Erdöl verwendet. In China wird neuerdings aber auch die weitaus mehr luftverschmutzende Kohle eingesetzt. Die wasser- und energieintensive Herstellung von Polyester erfolgt aus Polyestergranulat, welches mit dem Schmelzspinnverfahren zu Fasern verarbeitet wird. Das Granulat wird bei 280 Grad geschmolzen und kommt danach in eine Spinndüse. Anschließend wird die gesponnene Faser abgekühlt und verfestigt sich somit.
Ökologisch etwas besser schneidet Recyclingpolyester ab, es braucht rund die Hälfte weniger Energie in der Herstellung und kann sogar erneut recycelt werden.
Polyester ist ein sehr wandlungsfähiges Material, welches vor allem mit seiner Reißfestigkeit und Formstabilität punktet. Durch die feinen Fasern und kleinen Poren ist es abweisend gegenüber Wasser sowie Schmutz und wird deshalb oft für Outdoor-Bekleidung verwendet. Da es außerdem Wärme einschließt, also isolierend wirkt, findet man es auch im Innenfutter von Winterbekleidung. Polyester kann auch mit Naturfasern wie zum Beispiel Baumwolle oder Wolle zu einem stabilen Gewebe verbunden werden.
Kunstfasern feuern die Mikroplastikproblematik an: Textilien sind für rund ein Drittel des Mikroplastiks im Meer verantwortlich, denn beim Waschen wird Mikroplastik freigesetzt. Dieses landet dann in Gewässern, in der Nahrung von Fischen und somit auch auf unseren Tellern. Kläranlagen können die kleinen Fasern nicht herausfiltern, weshalb es im Umlauf verbleibt und sogar schon in Leitungswasser und Meersalz nachgewiesen wurde.
Allerdings hat Polyester auch einige Nachteile, es lädt sich elektrostatisch auf, kann die Haut reizen und ist bei Hitze unangenehm zu tragen. Wer ein gutes Gefühl auf der Haut schätzt, wird mit Kunstfasern wohl nicht glücklich werden, Menschen mit empfindlicher Haut sollten Polyester meiden. Polyester kann Flüssigkeit nicht aufsaugen, der Schweiß bleibt auf der Haut, es bildet sich unangenehmer Geruch. Auch die Poren können sich verstopfen und die Haut kann gereizt werden.
Monika Kupka DIE UMWELTBERATUNG
DIE UMWELTBERATUNG
Ökologische Mode gibt´s in vielen Varianten: biologisch, fair, aus recycelten Materialien, vegan oder Second-Hand. Wo Sie diese Mode bekommen und welchen Kriterien sie entspricht, finden Sie weiter unten.
BMK
Nachschlagewerk über die gesamte textile Kette mit Tipps für umweltfreundliche Textilien
Cornelia Seirer, DIE UMWELTBERATUNG
Textilien, die aus Chemiefasern hergestellt wurden, verlieren bei jedem Waschgang Kunststofffasern. Auch bei Mikrofasertüchern ist das der Fall. Dies wird durch den Vorteil wettgemacht, dass sie ohne Chemikalien effizient und ökologisch reinigen.
Michaela Knieli DIE UMWELTBERATUNG
Die Basis für Viscosefasern kommt aus dem Wald. Zellulose wird aus Holz gewonnen und in einem chemischen Verfahren zu Viscosefasern gesponnen. Ob das Verfahren umweltverträglich oder umweltschädlich ist, hängt von der Bewirtschaftung des Waldes und der Art des Viscosespinnverfahrens ab.
Gabriele Homolka, DIE UMWELTBERATUNG
Wir stellen hohe Anforderungen an unsere Kleidung! Sie muss bunt gefärbt sein, Schweiß in „Duft“ verwandeln und darf keinesfalls knittern. Dahinter steckt viel Chemie.