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Hotline-Team
DIE UMWELTBERATUNG
Textilien, die aus Chemiefasern hergestellt wurden, verlieren bei jedem Waschgang Kunststofffasern. Auch bei Mikrofasertüchern ist das der Fall. Dies wird durch den Vorteil wettgemacht, dass sie ohne Chemikalien effizient und ökologisch reinigen.
Cornelia Seirer, DIE UMWELTBERATUNG
Mikrofasertücher
Bei der Verwendung und beim Waschen von Textilien aus Kunsttstofffasern lösen sich feine Mikrofasern ab, die ins Abwasser und damit in die Umwelt gelangen. Der Waschvorgang ist am bedeutesten, wenn es um den Eintrag von Mikroplastik aus Textilien geht. Reinigungstücher aus Mikrofaser bestehen aus Chemiefasern wie Polyester, Polyamid oder Polyacryl. Interessant ist, dass recyclierter Polyester mehr Mikrofasern abgibt als neu hergestellter Polyester. Mikrofasertücher haben aber trotzdem einen großen ökologischen Vorteil: sie reinigen ohne Chemie und helfen dadurch den Einsatz von Reinigungsmitteln zu reduzieren. Daher empfiehlt DIE UMWELTBERATUNG Mikrofasertücher für die ökologische Reinigung. Wie Textilien aus Chemiefaser gewaschen werden, hat großen Einfluss darauf, wieviel Mikroplastik beim Wäschewaschen von ihnen abgeben werden.
Durch ihre spezielle Struktur erzeugen Mikrofasertücher eine große mechanische Reibung, nehmen Schmutz sehr gut auf und geben ihn auch sehr leicht wieder an das Wasser ab. Im Vergleich dazu halten Reinigungstücher aus Naturfasern wie Baumwolle den Schmutz eher fest anstatt ihn freizugeben. Außerdem saugt sich die Baumwolle mit Wasser voll, wird schwer und lässt sich schlecht auswringen. Für das Reinigen sind Mikrofasertücher daher wesentlich besser geeignet.
Laut einer Studie von Fraunhofer UMSICHT sind die bedeutendsten Quellen von Mikroplastik der Reifen- und Asphaltabrieb, Plastikemissionen aus der Abfallentsorgung (v.a. Plastik in Kompost und aus Plastikrecycling), Pelletsverluste in der Industrie und die Verwehung von Kunststoffpartikeln aus Sport- & Spielplätzen. Details dazu gibt es in unserem Artikel „Quellen von Mikroplastik“.
Mikroplastik aus Textilien zählt neben Kosmetik zu den geringeren Quellen des Kunststoffabfalls. Jährlich werden in Europa etwa 500 bis 2.500 Tonnen synthetische Mikrofasern aus Textilien freigesetzt. Die Zahlen rund um die Freisetzung von Chemiefasern aus Textilien sind aber umstritten und es braucht noch weitere Forschungen um die wirkliche Menge abschätzen zu können.
Jedes Mal beim Wäschewaschen lösen sich Fasern aus Textilien, die etwa 5 bis 7,8 Millimeter lang sind. Es kommt auf das Material an, wie viele Fasern sich in der Waschmaschine aus dem Stoff lösen können. In einer Studie der Universität Plymouth wurde die Fasermenge pro 6 kg Waschmaschinenbeladung von 3 verschiedenen Materialien untersucht. Die Polyesterbaumwollmischung verliert am wenigsten Fasern, die beiden anderen Stoffe aus Chemiefasern verlieren hingegen deutlich mehr:
Konsument*innen können den Plastikeintrag in die Umwelt reduzieren, wenn sie Kleidung aus Naturfasern oder Naturfaser-Mischgewebe bevorzugen und keinen Weichspüler verwenden.
Die Studie der Universität Plymouth hat auch herausgefunden, dass die Zugabe von Weichspüler die Menge an Fasern, die ans Wasser abgegeben werden, vergrößert. Da Weichspüler die Gewässer mit Tensiden und Duftstoffen belastet ohne eine reinigende Wirkung zu haben, empfiehlt DIE UMWELTBERATUNG schon seit Jahren auf Weichspüler zu verzichten. Übrigens setzt Weichspüler auch die Reinigungskraft der Mikrofasertücher herab!
Wenn das Programm „Vorwäsche“ bei der Waschmaschine nicht verwendet wird, verringert das die Abgabe von Mikrofasern beim Wäschewaschen auf jeden Fall. Es werden nämlich bei der Vorwäsche deutlich mehr Mikrofasern abgeben, als beim Einweichen und Spülen der Wäsche. Das bedeutet also, wie die Wäsche gewaschen wird, wirkt sich ebenfalls darauf aus, wie viel Mikrofasern in die Umwelt gelangen. Übrigens ist die Vorwäsche nicht notwendig und muss an der Waschmaschine ausgewählt werden (oder eben nicht!).
Monika Kupka DIE UMWELTBERATUNG
BMK
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DIE UMWELTBERATUNG
Ökologische Mode gibt´s in vielen Varianten: biologisch, fair, aus recycelten Materialien, vegan oder Second-Hand. Wo Sie diese Mode bekommen und welchen Kriterien sie entspricht, finden Sie weiter unten.
BMK
Matthias Eckkrammer DIE UMWELTBERATUNG
Saubere Wäsche und dafür Mikroplastik in Wasser und Natur? Nein danke. Die EU hat die Verwendung von Mikroperlen in Waschmittel verboten. In der Öko-Rein Datenbank von DIE UMWELTBERATUNG finden sich umwelt- und gesundheitsschonende Waschmittel.
DIE UMWELTBERATUNG
Datenbank für umwelt- und gesundheitsschonende Waschmittel, Reinigungsmittel und Rinse-off Kosmetikprodukte
Friedberg Fotolia.com
Plastik ist praktisch, macht aber Probleme, wenn es in die Natur gelangt. Vor allem Mikroplastik sorgt für negative Schlagzeilen. Durch kleine Veränderungen im Alltag können Sie mit weniger Plastik auskommen.
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Plastik-Müll in der Umwelt wird zunehmend zum Problem. Ein großer Teil davon stammt von Wegwerfprodukten und –verpackungen. Was sind die umweltfreundlichsten Alternativen zu diesen Einweg-Plastik-Produkten?
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Als Mikroplastik bezeichnet man Plastikteilchen, deren Durchmesser kleiner als 5 mm ist. DIE UMWELTBERATUNG hat für Sie Informationen und Tipps zur Vermeidung von Mikroplastik zusammengestellt.
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Wie die Plastikpartikel in die Natur gelangen.
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Ein großer Teil des Mikroplastiks entsteht aus dem Zerfall oder Abrieb von Plastikprodukten und Plastikverpackungen. Der beste Weg zur Mikroplastikvermeidung ist es daher, von vornherein weniger Plastik zu verbrauchen!
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Reifenabrieb gilt als eine der größten Quellen von Mikroplastik in der Natur. Dementsprechend ist er auch eine der größten Möglichkeiten, um im Alltag die eigenen Mikroplastikemissionen zu reduzieren.
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Plastikabfälle sind eine Quelle für Mikroplastik. Besonders problematisch sind dabei Plastikabfälle im Biomüll. Auch beim „Garteln“ lässt sich Mikroplastik vermeiden.
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Auf Sport- & Spielstätten finden Kunststoffe in großen Mengen Anwendung. Zum Teil werden Sie bereits als Granulat in Mikroform aufgebracht, zum Teil entsteht Mikroplastik durch Abrieb und Zersetzung.
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Sie gehören nicht zu den größten Quellen von Mikroplastik aber zu den unnötigsten. Kaum jemand reibt sich den Körper gerne bewusst mit Plastik ein. Im Herbst 2023 wurde ein Verbot von synthetischen Polymermikropartikel, in der EU beschlossen.