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DIE UMWELTBERATUNG
Alpaka ist eine der hochwertigsten aber auch teuersten Wollsorten. Sie ist wärmer und feiner als Schafwolle und fast so zart wie Kaschmir und schmeichelt empfindlicher Haut.
Michaela Knieli DIE UMWELTBERATUNG
Alpakawolle
Gegenwärtig gibt es rund drei Millionen Alpakas, die hauptsächlich in Südamerika leben. Die Weltproduktion liegt bei 4.000 Tonnen Wolle, alleine in Peru werden davon jedes Jahr 3.500 Tonnen Fasern hergestellt. Aber auch der europäische Alpakamarkt wächst, z. B. leben in Österreich ungefähr 3000 Alpakas.
Es gibt zwei Alpaka Typen: das Huacaya und das Suri-Alpaka. Sie unterscheiden sich hauptsächlich in der Art und Struktur ihres Felles und somit auch der Fasern.
Die Fasern werden durch eine jährliche Schur gewonnen, die meist vor der warmen Jahreszeit stattfindet, damit der Wärmehaushalt der Alpakas gewährleistet bleibt. Dabei werden 1,5 bis 5 kg Wolle pro Tier gewonnen. Die Fasern am Rücken und Bauch des Tieres sind am feinsten. In der Verarbeitung ist Alpakawolle der Schafwolle sehr ähnlich.
Alpakawolle ist langlebig, schmutzabweisend und sehr widerstandsfähig. Gleichzeitig ist sie aber auch sehr weich und seidig-glänzend. Da die Fasern innen hohl sind, wärmt die Wolle bei Kälte und sorgt im Sommer für einen angenehmen Wärmeausgleich. Auch Feuchtigkeit kann aufgenommen und in die Umgebung abgegeben werden. Zusammen mit ihren antibakteriellen und hypoallergenen Eigenschaften bietet Alpakawolle optimalen Tragekomfort. Im Gegensatz zu Schafwolle ist sie sogar im nassen Zustand geruchlos. Für empfindliche Haut ist Alpaka besonders gut geeignt, da sie besonders sanft ist und nicht kratzt.
Aufgrund all dieser Eigenschaften wird Alpakawolle vor allem für Kleidung wie zum Beispiel Schals, Pullover und Socken verwendet. Da die Farbvielfalt von Natur aus sehr groß ist – es gibt offiziell 22 verschiedene Naturtöne, wird die Wolle meist nicht gefärbt, was sie noch umwelt- und hautfreundlicher macht.
Alpakas sind umweltschonende Tiere, da sie statt Hufen Polster an den Beinen haben, die zu keiner Zerstörung von Boden und Vegetation führen. Sie fressen außerdem nur den oberen Pflanzenteil ohne die Pflanze dabei zu entwurzeln, weshalb sie wieder nachwachsen kann. Des weiteren darf Alpaka-Wolle nicht mit Chemikalien bearbeitet werden.
Wie bei allen Produkten tierischen Ursprungs ist die tiergerechte Haltung besonders wichtig. Alpakas sind Herdentiere und brauchen regelmäßigen Auslauf. Die Haltung sollte nur in natürlicher Umgebung erfolgen, da die Tiere hauptsächlich Gräser fressen. Derzeit gibt es vereinzelt Alpakas in Bio-Haltung. Ein Qualitätssiegel für Alpaka-Textilien, der RESPONSIBLE ALPACA STANDARD, ist in Ausarbeitung.
Monika Kupka DIE UMWELTBERATUNG
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