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Hotline-Team
DIE UMWELTBERATUNG
In der gemischten Ernährung sind drei Eier, in der vegetarischen sogar vier Eier pro Woche erlaubt. Das gelegentliche Frühstücksei ist unbedenklich, denn Eier sind wahre Nährstoffpakete. Wichtig ist die Qualität – Bio ist ein Muss, denn hier unterliegen Fütterung und Haltung höchsten Standards.
Gabriele Homolka DIE UMWELTBERATUNG
Spiegelei
Das Ei enthält neben allen essentiellen Aminosäuren auch wichtige Vitamine und Mineralstoffe. Besonders reichlich sind Eisen, Kalium und Phosphor vorhanden. Auch B-Vitamine, Vitamin A und kleine Mengen Vitamin D finden sich vor allem im Eidotter wieder. Das vielfach kritisierte Cholesterin, das auch Bestandteil des gelben Dotters ist, beeinflusst den Cholesterinspiegel nur minimal. Bei gesunden Menschen ist auch der Verzehr von bis zu einem Ei pro Tag kein Problem.
Bio-Legehühner leben möglichst artgemäß, sie haben Zugang zu Auslauf unter freiem Himmel und werden mit gentechnikfreien Futtermitteln gefüttert. Genügend Platz im Stall sowie die Strukturierung der Stallfläche mit Sandbädern, Sitzstangen, Scharrraum und Nestern sind nur einige Kriterien der Bio-Landwirtschaft, die zu einem besseren Lebensstandard gegenüber konventioneller Haltungsformen beitragen.
Besser ist Bio auch für die männlichen Küken. Bisher wurden die männlichen Küken in der Legehennenzucht, egal ob bio oder konventionell, unmittelbar nach dem Schlupf aussortiert und getötet. Der österreichische Lebensmitteleinzelhandel hat jedoch eine Branchenvereinbarung getroffen die vorschreibt, dass alle Brüder der Bio-Legehennen aufgezogen und zur Geflügelfleischproduktion verwendet werden. Pro Jahr sind das etwa 700.000 Junghähne, deren Mast aufgrund des langsameren Wachstums und des geringen Schlachtgewichts nicht wirtschaftlich ist und deshalb über einen höheren Verkaufspreis der Bio-Eier querfinanziert werden muss.
Seit 1. Jänner 2012 ist die Eierproduktion aus konventioneller Käfighaltung in der EU zwar verboten, dennoch findet man Eier aus Käfighaltung, denn der Import von Käfigeiern ist erlaubt. In Form von Eipulver, Flüssig-Ei und in Fertigprodukten wie Nudeln, Backwaren, Keksen und Desserts sind immer noch Käfigeier enthalten. Eier in nicht klar deklarierten Produkten ohne geprüfte Herkunft stammen meist aus Käfighaltung.
Ganz legal dürfen in Österreich immer noch Eier aus sogenannten ausgestalteten Käfigen produziert und verkauft werden. Ausgestaltete Käfige bieten etwas mehr Platz pro Tier, eine Gummimatte zum Scharren, eine Sitzstange und eine Art Nest zum Eierlegen. Die EU sieht kein Auslaufdatum für die Legehennenhaltung in ausgestalteten Käfigen vor.
Monika Kupka DIE UMWELTBERATUNG
sarawut wongwian – stock.adobe.com
Bio oder Bodenhaltung – das ist bei frischen Eiern mit einem Blick auf die Schale erkennbar. Käfigeier sind gar aus den Regalen verbannt. Wirklich? Verarbeitet dürfen sie noch werden und so landen sie immer noch auf unseren Tellern.
www.usda.gov
Alleine in Deutschland werden jährlich 50 Millionen männliche Eintagesküken vergast oder bei lebendigem Leib geshreddert. Auch für jedes glückliche(re) Bio-Freiland-Huhn stirbt ein männliches Pendant. Weltweit werden etwa zwei Drittel aller Masthühner und die Hälfte aller Eier industriell produziert.
Michaela Knieli, DIE UMWELTBERATUNG
Ostereierfärben mit Farben aus der Natur ist ganz einfach! Mit den Schalen der braunen Zwiebel werden die Eier knallig rot.