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DIE UMWELTBERATUNG
Gutes Wasser, viel Bewegung, Biofutter – und es grundelt nicht.
DIE UMWELTBERATUNG
gebackenes Karpfenfilet
Die ursprüngliche Heimat des Karpfens ist Asien. Im Mittelalter fand er schließlich auch seinen Weg nach Europa. Der Karpfen ist in Österreich besonders zu Weihnachten als gebackener Karpfen und zu Silvester als gekochter „Karpfen blau“ ein beliebter Speisefisch. Kritisiert wird der Karpfen oft wegen seines schlammig-erdigen Geschmacks und wegen seines hohen Fettanteils. Wichtigste Einflussfaktoren sind hier jedoch die Fütterung und Haltung der Tiere.
Bio-Karpfen werden nach den Richtlinien anerkannter österreichischer Bio-Verbände sowie nach Kriterien des Österreichischen Lebensmittelcodex in Bioqualität produziert. Sie werden in naturnah angelegten Teichen mit Schilfgürtel gezüchtet, die ausreichend Platz und Bewegungsfreiheit für jedes Tier bieten. Die Fische ernähren sich von natürlichem, teicheigenem Futter wie Würmer und Larven. Gentechnikfreies, biologisch produziertes Getreide wird zugefüttert. Ein Speisekarpfen erreicht eine Länge von ca. 35 cm und ein Gewicht von etwa einem Kilogramm.
Da Hormone und Wachstumsförderer verboten sind, dauert es mehrere Jahre, bis ein Fisch sein Verzehrsgewicht erreicht hat. Dadurch ist Bio-Karpfen deutlich magerer als konventioneller Karpfen, vermehrte Bewegung bei der Futtersuche führt zu einem höheren Muskelanteil der Tiere. Der Verzicht auf besagte Hilfsmittel bewahrt die heimischen Gewässer vor giftigen Schadstoffen.
Der gefürchtete „Grundlgeschmack“ des Karpfens wird oft durch eine, in überdüngten Teichen stark wachsende Blaualgenart verursacht, die die Fische gemeinsam mit ihrer Nahrung vom Boden des Teiches aufnehmen. Der Verzicht auf Dünger, die nur geringe Zufütterung und die hohe Wasserqualität in der biologischen Teichwirtschaft führen zu einem hervorragenden Geschmacksergebnis beim Bio-Karpfen.
Bezugsquellen für Bio-Karpfen erfahren Sie bei BIO AUSTRIA, www.bio-austria.at.
Rezepte der Saison:
Monika Kupka DIE UMWELTBERATUNG
Printemps, Adobestock
Die Fischbestände in unseren Meeren werden immer kleiner – die ökologische Alternative aus heimischen Gewässern reicht nicht aus um den Bedarf zu decken. Je seltener Fisch auf den Teller kommt desto besser. Aber keine Sorge, es gibt auch pflanzliche Alternativen.
franzeldr, Adobestock
Wählen wir unsere Fischmahlzeiten sorgsam aus, können sich auch nachfolgende Generationen an der Schönheit und Vielfalt unserer Meere erfreuen.