Topinambur – kanadischer Erdapfel wächst bei uns
Topinambur wurde in Europa schon vor den Erdäpfeln angebaut und lange Zeit als kanadischer Erdapfel bezeichnet, dann jedoch von Erdäpfeln verdrängt.
Der Geschmack von Topinambur ähnelt dem von Artischocken.Topinambur ist reich an Inulin, einem löslichen Ballaststoff, der in Magen und Darm aufquillt und dadurch gut sättigt und den Appetit zügelt.
Gesunde Jause für die Darmflora
Inulin wird im Dünndarm nicht zerlegt und gelangt praktisch unverändert in den Dickdarm. Dort ist es eine gute Nahrung für Bakterien. Vor allem die gesundheitsfördernden Bifidobakterien vermehren sich bei regelmäßigem Verzehr von Inulin. Studien zeigen, dass Bifidobakterien die Immunabwehr stärken und schädliche Keime im Darm verdrängen.
Gut bei Diabetes
Inulinhaltige Lebensmittel wirken sich auch günstig auf den Blutzuckerspiegel aus. Topinambur ist somit für DiabetikerInnen eine gute Alternative zu Erdäpfeln, weil er den Blutzuckerspiegel nur wenig beeinflusst. Bei empfindlichen Menschen kann Inulin zu Blähungen führen, das bessert sich jedoch wenn man Topinambur öfter isst.
Nichts zu verlieren
Wichtig ist es, Topinambur ungeschält zu garen, denn so bleiben die wertvollen Mineralstoffe erhalten. Topinambur ist reich an Eisen und enthält 6 x soviel Kalium wie Bananen.
Reiche Ernte
Aus ökologischer Sicht lohnt sich der Anbau von Topinambur, denn die Pflanze ist winterhart und wuchert üppig. Vergleicht man sie mit Erdäpfeln, kann man bis zu 4 x soviel essbare Masse auf der gleichen Fläche ernten. Wenn der Boden nicht gefroren ist, können die Knollen sogar im Winter geerntet und frisch gegessen werden. Weil sie eine dünne Schale haben sind sie nicht lange zu lagern.
Topinambur gehört wie die Sonnenblume zu den Korbblütern und ist mit Endivie, Schwarzwurzel, Chicorée und Radicchio verwandt. Saisonale Rezepte mit Topinambur finden Sie unter www.umweltberatung.at/rezepte.
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Rezepte der Saison:
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