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Hotline-Team
DIE UMWELTBERATUNG
Ohrwürmer fressen Blattläuse, Spinnmilben und andere Schädlinge. Mit einfachen Tricks können Sie Ohrwürmer als kleine Helfer im Garten gewinnen.
Birgit Gegenbauer, DIE UMWELTBERATUNG
Ohrwurmhäuser aus Tontöpfen
In Mitteleuropa gibt es 7-9 Ohrwurmarten. Diese sind 5 bis 20 mm lang, haben sehr kurze Flügeldecken und kräftige Hinterleibszangen.
Bei uns ist im Garten besonders der Gemeine Ohrwurm (Forficula auricularia) als Nützling relevant. Er ist schwarzbraun gefärbt, hat gelbliche Beine und gelblich-olive Flügeldecken.
Ohrwürmer sind nachtaktiv und verstecken sich tagsüber unter der Baumrinde oder unter Steinen, Brettern oder Laub. Im Herbst oder Frühjahr legen die Weibchen 40 bis 50 Eier in selbst gegrabene Erdgänge. Die Eier und die Larven werden gepflegt und bewacht. Ende Mai verlassen die Jungtiere das Nest. Es gibt nur eine Generation pro Jahr. Sie überwintern in Erdverstecken.
Ohrwürmer sind Allesfresser, sie bevorzugen aber tierische Nahrung. Besonders gerne fressen sie Spinnmilben und Blattläuse – bis zu 120 Stück in einer Nacht! Damit machen sie sich im Garten sehr nützlich. Bei Nahrungsmangel werden sie allerdings manchmal bei Zierpflanzen lästig und knabbern auch Knospen und Früchte an. In diesem Fall kann man sie mit einem Ohrwurmquartier von befallenen Zierpflanzen wie Dahlien oder Erdbeeren wegbringen und zu einer Pflanze umsiedeln, die von Blattläusen befallen ist.
Ohrwürmer lassen sich gut mit einem geeigneten Unterschlupf anlocken, wie beispielsweise mit großen, flachen Steinen, Totholzhaufen, Laubhaufen oder einem Ohrwurmtopf. Auch gebündelte, hohle Pflanzenstängel, die mit der Öffnung nach unten am Baum angebracht werden, werden gerne angenommen.
Ohrwürmer nehmen als Unterschlupf gerne selbst gebaute Ohrwurmtöpfe an. Dazu benötigt man einen Tontopf, ein Seil für die Aufhängung und ein kleines Aststück. An einem Ende des Seils wird das Aststück befestigt, das andere Ende wird durch das Loch gefädelt. Der Blumentopf wird anschließend mit Heu, Stroh oder Holzwolle befüllt und das Füllmaterial wird mit einem weiteren Stock oder mit einem Gitter fixiert. Anschließend wird der Tontopf verkehrt herum an einem schattigen Platz in einem Baum oder Blumenbeet angebracht. Damit die Ohrwürmer hineinkrabbeln können, sollte der Ohrwurmtopf immer Kontakt zum Stamm oder einem Ast oder zum Boden haben.
Ohrwurmtöpfe werden meist ab Juni besiedelt und können dann in blattlausbefallene Sträucher oder Bäume gehängt werden. Wenn keine Blattläuse mehr da sind, kann der Ohrwurmtopf in einem anderen Garteneck angebracht werden, damit nicht Blüten oder Früchte der Pflanzen angeknabbert werden.
Im Handel sind darüber hinaus verschiedene Quartiere für Ohrwürmer erhältlich, wie Ohrwurmhäuser oder Schlafröhren.
Übrigens: Ohrwürmer sind weder Würmer, noch kriechen sie ins Ohr. Die Tiere sind für uns Menschen völlig harmlos!
Monika Kupka DIE UMWELTBERATUNG
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An Blättern und Trieben sind Blattläuse oft in großen Mengen zu finden. Die Blätter kräuseln sich und kleben.
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Neben den im Handel erhältlichen Produkten können auch viele selbst gemachte Pflanzenpflegemittel zur Vorbeugung und Stärkung der Pflanzen eingesetzt werden.
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Bienen bestäuben unsere Pflanzen, Marienkäfer und Florfliegen fressen Blattläuse. Nützliche Insekten lassen sich im Garten oder am Balkon leicht anlocken. Reichlich Nahrung, Nistplätze und Verstecke ermöglichen den kleinen Helfern das Überleben.