Ansprechperson:
Hotline-Team
DIE UMWELTBERATUNG
Fast Fashion macht Plastikmist – und wir alle können etwas dagegen tun!
Cornelia Seirer, DIE UMWELTBERATUNG
Kunstfasern sind auf dem Vormarsch, kaum ein Textilstück ist frei davon. Recyclingpolyester ist noch keine nachhaltige Lösung – als Rohstoff werden meist Einwegflaschen verwendet, Alttextilien kommen kaum zum Einsatz. „Auch wenn an vielen Textilien ein Umwelt-Label wie zum Beispiel ein Recycling-Symbol prangt, ist die Textilindustrie noch lange nicht ökologisch. Und wir kaufen einfach zu viel!“ erklärt Michaela Knieli, Textilexpertin. Ein Report von Global 2000 und der AK Oberösterreich (Mode mit Nebenwirkung – GLOBAL 2000 Report 2025: Giftige Wegwerfmode von Temu & Shein) aus dem Jahr 2025 zeigte auch wie Ultra Fast Fashion von Temu und Shein Gesundheit, Umwelt und Klima gefährden. Doch was kann man als Konsument*in tun, um beim Kleiderkauf nachhaltig zu handeln?
3 Tipps beim Einkauf von Textilien:
Unser Textilkonsum ist immer noch eine wesentliche Quelle für Mikroplastik. Kleidung aus Kunststoff sowie Teppiche, Vorhänge, Bettwäsche und andere Textilien aus Polyester geben beim Gebrauch und beim Waschen Mikroplastik ab, das in die Raumluft und ins Abwasser gelangt. Mikroplastik gelangt in unseren Organismus und kann schädliche Auswirkungen auf unsere Gesundheit haben.
Wer denkt, dass der hohe Kleidungsverbrauch nicht so schlimm ist, weil viel recycelt wird, liegt damit falsch. Derzeit wird der Großteil der Textilien thermisch verwertet, also verbrannt. Kleidung aus aller Welt wird zum Beispiel in der chilenischen Atacama-Wüste gelagert. Nur ein geringer Teil der Textilien wird zu neuer Kleidung recycelt. Textilrecycling ist sehr aufwändig, denn in Sammlung, Transport, Sortierung und Aufbereitung steckt viel Energie.
3. Textilien lange verwenden, gut pflegen und Secondhand-Angebote nutzen
Wer hochwertige Qualität kauft, kann Textilien meist auch länger verwenden. Auch die Nutzung von Tauschmärkten Flohmärkte und Tauschbörsen sind eine ökologische Alternative. So kann die Garderobe öfters gewechselt werden, ohne die Umwelt zu belasten.
Um die wachsenden Müllberge einzudämmen und Fast Fashion sowie Einwegverpackungen, Elektroschrott und Co gesetzlichen Regelungen zu unterwerfen, hat Global 2000 eine Petition gestartet. Das Ziel ist es soviele Unterschriften wie möglich zu sammeln, um mit sinnvollen Gesetzen die Müllflut eindämmen zu können.
Unterschreiben Sie jetzt und helfen Sie so mit Plastikmüll einzudämmen!
Zur Petition: Stoppen wir JETZT die Müllflut! | GLOBAL 2000
Im Rahmen der Orange Week gibt DIE UMWELTBERATUNG im 48er-Tandler Margareten Tipps zur Pflege von Kleidungsstücken – damit sie lange in Verwendung bleiben:
Beide Veranstaltungen finden im 48er-Tandler, Siebenbrunnenfeldgasse 3, 1050 Wien, statt.
Einkaufsquellen für Ökomode und weitere Informationen und Links zum Thema Mode sind unter www.umweltberatung.at/textilien zu finden.
Monika Kupka DIE UMWELTBERATUNG
DIE UMWELTBERATUNG
Ecofashion ist ein modisches Statement für soziale und umweltschonende Produktion!
Ökotextilien werden nach strengen sozialen und ökologischen Richtlinien produziert. Sie sind an verschiedenen Gütezeichen zu erkennen. Die Zeichen bieten Ihnen eine gute Orientierung beim Einkauf!
ronstik adobstock
Um die ökologischen Auswirkungen der Textilindustrie gering zu halten ist eine lange Tragedauer der Textilien wichtig. Neue Plattformen für preloved fashion sind am Markt. Einige sind sogar auf ökologische Mode spezialisiert.