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Hotline-Team
DIE UMWELTBERATUNG
Der Stromkostenzuschuss reduziert den Strompreis für Privathaushalte bis Ende 2024. Das Heizen mit Strom kann trotzdem eine Kostenfalle sein.
Monika Kupka, DIE UMWELTBERATUNG
Stromkostenzuschuss auf der Jahresabrechnung
Die Stromkostenbremse oder Strompreisbremse wurde in Österreich eingerichtet, um Privathaushalte vor allzu hohen Stromrechnungen zu bewahren. Allen Haushalten mit eigenem Stromzähler wird seit 1.12.2022 ein Stromkostenzuschuss gewährt.
Um die Haushalte zu entlasten, zahlt der Staat einen Teil der Stromkosten. Der Strompreis soll 10 Cent pro Kilowattstunde betragen. Deshalb übernimmt der Staat die restlichen Kosten dafür – allerdings nur bis zu zwei bestimmten Grenzen: Für die Energiekosten gibt es einen maximalen Zuschuss von 30 Cent/kWh bis 31.06.2024. Liegt der Energiepreis über 40 C/kWh, muss der Haushalt mehr bezahlen. Bei 50 Cent/kWh müsste der Haushalt 20 Cent/kWh selbst bezahlen. Die tatsächliche Höhe hängt also vom Arbeitspreis des Stromlieferanten ab. Außerdem zahlt der Staat nur den Zuschuss für den Stromverbrauch bis zu 2.900 kWh. Wenn ein Haushalt von 1 – 3 Personen mehr als 2.900 kWh verbraucht, muss für jede Kilowattstunde Mehrverbrauch der volle Energiepreis des Stromlieferanten bezahlt werden.Ab 1. Juli sinkt die Förderung von bis zu 30 auf maximal 15 Cent pro kWh. Die Obergrenze des Energiepreises geht von 40 auf 25 Cent zurück.
Gute Beispiele finden Sie auf der Webste der Arbeiterkammer Wien: www.arbeiterkammer.at/strompreisbremse.
Jeder Haushalt mit einem Stromliefervertrag bekommt ein Grundkontingent, also einen Zuschuss bis zu einer Grenze von 2.900 kWh Strom. 2.900 kWh sind der durchschnittliche Verbrauch eines 3-Personen-Haushaltes. Haushalte, in denen mehr Personen leben, bekommen einen weiteren Zuschuss.
Überprüfen Sie auf der Jahresstromrechnung ihres Stromlieferanten, ob die Anpassung funktioniert hat.
Haushalte mit 2 oder mehr Stromzählern müssen einen Antrag stellen. Ein Antrag ist auch nötig, wenn die zahlungspflichtige Person nicht bei der Zählstelle hauptgemeldet ist.
Details werden auf den Info-Seiten zum Stromkostenergänzungszuschuss gut erklärt. Eine Servicetelefon zur Strompreisbremse gibt es unter der Nummer 050 233 780.
Ein Blick auf frühere Jahresabrechnungen Ihres Stromanbieters hilft, um Ihren Verbrauch abzuschätzen. Sofern sich nichts an der Haushaltgröße ändert oder ein besonders stromintensives Hobby begonnen wurde, sollte der Verbrauch ähnlich sein. Dies gilt natürlich nur, wenn der Strom ausschließlich für Haushaltsgeräte und Beleuchtung verwendet wird. Denn wenn mit Strom geheizt wird, hängt der Verbrauch auch vom jeweiligen Winter ab. Wie man einen Überblick über den eigenen Stromverbrauch behält, zeigen wir im DIY-Stromverbrauch richtig einschätzen.
Nachtstrom war früher billiger als Tagstrom. Deshalb wurde er vor allem für Warmwasserboiler und Nachtspeicheröfen verwendet. In manchen Haushalten gibt es für den Nachtstrom einen zweiten Stromzähler. Dieser zweite Zählpunkt wird bei der Strompreisbremse nicht berücksichtigt.
Beispiel: Wenn Sie pro Jahr nur 1.000 kWh Tagstrom, aber 3.500 kWh Nachtstrom verbrauchen, bekommen Sie die Förderung nur für die 1.000 kWh Tagstrom.
Wir empfehlen, Nachtspeicheröfen von professionellen Elektriker*innen auf Tagstrom umschließen zu lassen und den Nachtstromzähler abzumelden.
Die meisten 1- oder 2-Personen-Haushalte liegen mit ihrem Stromverbrauch tatsächlich weit unter dem Grenzwert von 2.900 kWh. Hat Energiesparen trotzdem Sinn? Ja, es gibt zwei gute Gründe:
Gängige elektrische Radiatoren, Heizlüfter, Heizstrahler und Infrarotpaneele sind nur für den kurzen Einsatz gedacht. Sie haben oft eine Maximalleistung von 2.000 Watt. Das bedeutet einen Stromverbrauch von 2 kWh pro Stunde Betrieb.
Ein Beispiel: Wer einen Heizstrahler für 8 Stunden laufen lässt, verbraucht bei durchschnittlich 193 Heiztagen 3.088 kWh, nur um einen Raum zu heizen. Damit allein wäre der Verbrauch schon über dem durch die Stromkostenbremse geförderten Verbrauch. Sie müssten für die darüber hinausgehenden 188 kWh den vollen Strompreis bezahlen. Der sonst anfällige Haushaltsstrom ist da noch gar nicht dabei.
Monika Kupka DIE UMWELTBERATUNG
Devenorr
DIE UMWELTBERATUNG hat schnell umsetzbare Tipps zusammengestellt, um Heizkosten, Strom und Energie für Warmwasser zu sparen.
Monika Kupka, DIE UMWELTBERATUNG
Den eigenen Stromverbrauch im Kopf zu haben, kann helfen Energie zu sparen und böse Überraschungen auf der Jahresabrechnung zu vermeiden.