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DIE UMWELTBERATUNG
Um die frische, nährstoffreiche Ernährung den Kindern von Klein auf schmackhaft zu machen, sollten pflanzenbasierte Gerichte regelmäßig am Familien-Speiseplan stehen. Eine komplett vegane Ernährung ist für Kinder nicht geeignet, da sie für das Wachstum ein Maximum und breite Vielfalt an Nährstoffen benötigen.
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Kind kocht
Viele Kinder lieben Wurst, Fleisch und Käse. Neben dem gewohnten Geschmack kommen noch gesellschaftliche Normen hinzu. So werden in vielen Restaurants meist nur Würstel und Schnitzel als Kindergerichte angeboten.
Doch es gibt viele Möglichkeiten, Kindern Obst, Gemüse & Co schmackhaft zu machen. Wichtig hierbei ist darauf zu achten, dass die Gerichte kindgerecht gewürzt werden.
Die meisten Kinder lieben Fleischlaibchen, doch wie wäre es einmal mit der veganen Alternative? Hier dienen Haferflocken als Basis und Eiweißquelle. Die Haferflockenlaibchen können auch ganz leicht als Jause zum Mitnehmen verwendet werden. Verfeinern kann man das Gericht mit Kartoffelpüree, wobei auch hier tierische Produkte durch pflanzliche Alternativen wie Sojamilch ersetzt werden können. Für die ganz Kleinen gibt es auch ein köstliches Karotten-Erdäpfel-Babypüree.
Andere altbekannte Gerichte wie beispielsweise Krautfleckerl sind sogar schon seit Urzeiten vegan. Es lohnt sich also durchaus, im Kochbuch der Großmutter zu blättern, ob man auf weitere vegane Mahlzeiten stößt.
Eines der Lieblingsgerichte von Kindern und Eltern sind Nudeln. Dieses schnelle Essen kann ganz einfach mit Linsenbolognese oder Sojabolognese aufgepeppt werden. Auch ein etwas aufwändigeres Pastagericht wie die Gemüselasagne kann mit veganer Bechamelsauce zubereitet werden – dazu einfach im herkömmlichen Bechamel-Rezept die Butter durch Öl und die Milch durch Pflanzendrinks ersetzen.
Als Nachmittagssnack oder zur Jause sind Gemüsesticks ein gesunder Happen für Zwischendurch. Karotten, Gurken, Sellerie, Kohlrabi, Pastinaken, Fenchel & Co können in verschiedene vegane Dips oder Hummus eingetaucht werden.
Kinder sind bekanntlich oftmals nicht die allergrößten Gemüsefans. Im Kuchen können Karotten, Zucchini, Süßkartoffeln, Kürbis oder sogar Bohnen jedoch sehr leicht „versteckt“ werden. Das Gemüse macht die Süßspeisen bunter und noch saftiger. Als vegane Alternative zu Eiern dienen Früchtepürees wie Apfelmus oder gemahlene Leinsamen als Bindemittel.
Zucchinikuchen
Chili und Gulasch sind in Österreich die vermutlich beliebtesten Eintöpfe. Doch beides kann sin carne, also ohne Fleisch, schmackhaft zubereitet werden. Linsen, Grünkern und Bohnen sind wiederum die Eiweißquellen für diese Gerichte.
Chili sin Carne – für Kinder ohne Chili 😉
Bohnengulasch
Viele Kinder lieben die wärmenden Suppen im Winter. Die meisten lassen sich sehr leicht vegan zubereiten. Die Linsensuppe ist ein Klassiker im Winter, Linsen sind zudem auch hervorragende Eiweißlieferanten. Alternativ sind auch die Süßkartoffelsuppe oder Kürbissuppe bei Kindern oft gerne gesehen.
Tortillas sind wahre Multitalente in der Küche und können – ob süß oder pikant – beliebig gefüllt werden. Mit viel saisonalem Gemüse und Knusper-Tofu wird das Essen zum Hit. Alternativ können die Fladen auch mit Kichererbsen oder Falafel gefüllt werden – der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt.
Als fleischloses Patty im Burger können Bohnenburger, Kichererbsenlaibchen oder Tofu verwendet werden. Aufgepeppt wird das Ganze durch viel Gemüse. Veganer Käse für den beliebten Käsetoast lässt sich ebenfalls einfach selbst zubereiten. Mit Pesto und Tofu ist dieses Blitz-Gericht im Handumdrehen zubereitet. Hier gibt es weitere Informationen zu Käse und Rahmalternativen.
Viele Kinder lieben Süßes. Auch süße Hauptspeisen wie Kaiserschmarrn oder Grießschmarrn können gegen vegane Köstlichkeiten getauscht werden. Ein veganer Apfelnuss-Kuchen ist bei Groß und Klein beliebt. Für die Kleinsten kann ein Apfel-Hirse-Babybrei als süße, zuckerfreie Mahlzeit für Zwischendurch zubereitet werden.
DIE UMWELTBERATUNG empfiehlt pflanzenbasierte Ernährung fix in den Alltag zu integrieren. Das heißt nicht unbedingt komplette Umstellung auf vegane Ernährung – immer wieder pflanzenbetonte Gerichte zu kochen oder zwischendurch vegane Tage einzulegen, ist im Vergleich zur derzeit in Österreich weit verbreiteten Ernährung mit überwiegend tierischen Lebensmitteln schon ein wichtiger Schritt. Das sieht auch die Planetary Health Diet so. Diese wissenschaftliche Ernährungsempfehlung hat sowohl die Gesundheit des Menschen als auch unseres Planeten im Fokus und empfiehlt global, nur 1-2 Portionen Fleisch und Wurst pro Woche und nicht mehr als 250 g Milchprodukte am Tag zu essen.
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Cornelia Seirer, DIE UMWELTBERATUNG
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