Ansprechperson:
Hotline-Team
DIE UMWELTBERATUNG
KOSTbare Wildpflanzen in Wien: Die Hagebutte der Hundsrose (Rosa canina) ist eine wahrhaftige Vitamin‑C‑Quelle. Ihre leuchtend roten Früchte sind nicht nur optisch markant, sondern liefern auch wichtige Inhaltsstoffe, die schon seit Jahrhunderten geschätzt werden. In der Stadt und am Land bereichert sie die Natur und unsere Ernährung zugleich.
Cornelia Seirer, DIE UMWELTBERATUNG
Hagebuttenstrauch
Die Hagebutte kann vielfältig genutzt werden: Die reifen Früchte werden ab Herbst geerntet und lassen sich zu Marmelade, Gelee, Hagebutten-Terrine, Sirup, Tee oder Mehlspeisen verarbeiten. Getrocknet und entkernt, können sie außerdem zu einem feinen Pulver vermahlen werden – ideal als nährstoffreiche Ergänzung in Smoothies, Müslis oder Backwaren. Das aus den Samen gewonnene Hagebuttenkernöl wird äußerlich zur Pflege beanspruchter oder bei gereizter Haut eingesetzt.
Die Früchte und ihre Samen enthalten wertvolle Bestandteile wie:
Die Hundsrose wächst als sommergrüner Strauch mit oft bogig überhängenden Ästen. Die Blätter sind wechselständig und gefiedert, meist mit fünf bis sieben Fiederblättchen. Im Frühsommer (Juni/Juli) erscheinen die Blüten rosafarben, duftend und typisch rosenförmig. Im Herbst entwickeln sich die roten bis orangeroten Früchte („Hagebutten“), die eine weiche fleischige Schale mit innen liegenden Samen besitzen.
Hagebutten wachsen gern auf sonnigen bis leicht halbschattigen Standorten mit gut durchlässigen, oft kalkhaltigen Böden – etwa in Hecken, auf Böschungen, in Gebüschen und Waldrändern. Hagebutten bieten Tieren Nahrung und Lebensraum. So fressen Vögel und kleine Säugetiere gerne die Früchte. Wildbienen, Käfer und Schmetterlinge holen sich Pollen und Nektar aus den Blüten.
In Wien und Umgebung findet man die Hundsrose häufig in Hecken, Schrebergärten, auf Böschungen und an Waldrändern. Sie gedeiht auch auf schwierigeren Standorten und ist winterhart.
Die Früchte sind ab Herbst (je nach Wetterlage ab September bis November) reif, wenn sie tiefrot oder orangerot und weich geworden sind. Für Öl oder Tee empfiehlt sich das Trocknen der Früchte oder Samen sofort nach der Ernte, um Qualität und Vitamingehalt zu erhalten.

Monika Kupka DIE UMWELTBERATUNG