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DIE UMWELTBERATUNG
Kichererbsen sind richtige Schlankmacher, enthalten viel Eiweiß, kaum Fett, viele Ballaststoffe und machen lange satt.
Adobestock, Spiral_klein
Kichererbsen
Kichererbsen zählen zu den Hülsenfrüchten, reich an B-Vitaminen und damit gut für die Nerven und die Verdauung von Eiweiß und Kohlenhydraten. Hülsenfrüchte und Kartoffeln enthalten wertvolles Eiweiß und übertreffen gemeinsam gegessen sogar die biologische Wertigkeit von Fleisch. Diese gibt an, wie viel Gramm körpereigenes Eiweiß aus 100 g Nahrungseiweiß gebildet werden kann.
Kichererbsen sind reich an Kalium, Phosphor und haben auch nennenswerte Mengen an Kalzium. Sie enthalten viele lösliche Ballaststoffe, diese regulieren die Verdauung und verringern die körpereigene Cholesterinproduktion und senken so die Blutfette. Besonders für DiabetikerInnen und Figurbewusste sind sie gut geeignet, da sie durch die Ballaststoffe mehr Volumen haben, schneller sättigen und auch sehr lange satt halten. Ein guter Nebeneffekt – der Blutzucker steigt dabei nur sehr langsam an.
Ballaststoffe verkürzen die Darm-Durchlaufszeit und beugen so Verstopfung, Divertikulose und Hämorriden vor. Bei der Vergärung der Ballaststoffe entstehen kurzkettige Fettsäuren, die vermutlich das Wachstum und die Vermehrung von Darmtumorzellen verhindern. Eine ballaststoffreiche Ernährung mit vielen Hülsenfrüchten schützt so vor Darmkrebs. Wer Kichererbsen nicht so gut verträgt, gießt am besten das Einweichwasser ab, würzt gut mit Kreuzkümmel, Ingwer oder Koriander und lässt sie nach dem Kochen ein bis zwei Stunden nachquellen.
Obwohl Kichererbsen meist lange transportiert werden, sind sie auch ökologischer Sicht sehr empfehlenswert, da mit minimalen Ressourcen ein Maximum an Eiweiß produziert wird. Doch Vorsicht, bei Dosenware ist die Herkunft des Lebensmittels oft nicht erkennbar. Angegeben ist nur das Land in dem die Konserve hergestellt wurde. Dosen werden auch sehr energieaufwändig produziert. Dosenware verbraucht beim Transport viel mehr Energie als Trockenware, da sehr viel Wasser mit transportiert wird.
Dosen können auch aus gesundheitlicher Sicht problematisch sein, denn es gibt keinerlei Kennzeichnungspflicht für die verwendeten Materialien. Bei unlackierten Dosen kann bei Beschädigung und Luftzutritt Zinn in den Doseninhalt übergehen – das kann beim Verzehr bei empfindlichen Personen Beschwerden im Magen-Darm-Trakt auslösen. Tests des VKI zeigen, dass beschichtete Dosen meist hormonell wirksames Bisphenol A enthalten, welches die Fortpflanzung beinträchtigen kann. Glasverpackungen schneiden im Test gut ab. Am besten für Gesundheit und Umwelt ist es, Trockenware zu kaufen und im Schnellkochtopf oder der Kochkiste zuzubereiten.
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