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Hotline-Team
DIE UMWELTBERATUNG
Ob aus dem Meer, dem Himalaya oder der Saline, Kochsalz oder Speisesalz besteht aus Natriumchlorid. Auf teure Spezialsalze kann man getrost verzichten, die individuelle Würze stellt man am besten selbst her.
Georg Kriz DIE UMWELTBERATUNG
Kräutersalz
Kochsalz besteht zu mind. 95 % aus Natriumchlorid, der Rest setzt sich aus Mineralstoffen zusammen und ist trägt nicht wesentlich zu unser Ernährung bei. Die beiden Ionen Natrium und Chlorid erfüllen im Körper wesentliche Aufgaben. Sie erhalten die Funktionstüchtigkeit von Muskeln und Nerven, kontrollieren den Wasserhaushalt und sind für die Regulierung des Blutdrucks verantwortlich. Unser Körper braucht täglich mindestens 1,4 g, doch tatsächlich nehmen wir zwischen 7,6 und 8,7 g Salz pro Tag zu uns.
Rund ein Viertel der gesunden Bevölkerung und 80 % der Menschen mit Bluthochdruck reagieren auf hohe Salzzufuhr mit steigendem Blutdruck. Die Folgen sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie Schlaganfall und Herzinfarkt. Die WHO nimmt sogar an, dass 13 % der Sterblichkeit auf Bluthochdruck zurückzuführen ist. Hohe Salzmengen erhöhen darüber hinaus auch das Risiko an Magenkrebs, Nierensteinen und Osteoporose zu erkranken.
Der Löwenanteil, nämlich 75 % des in Industrieländern täglich aufgenommen Salzes, wird mit Fertigprodukten, Wurst- und Fleischwaren, Käse, Brot und Gebäck gegessen. Besonders Fertiggerichte sind oft zu stark gesalzen um sie haltbar zu machen. Ein täglicher Konsum von Fertiggerichten lässt sich mit den Salzempfehlungen nicht vereinbaren.
Wer Fertigprodukte links liegen lässt und stattdessen selbst kocht spart meist Salz ein. Mit der richtigen Würze aus verschiedenen Kräutern bringt man viel Aroma in die Speisen und spart Salz. Auch Kräutersalz ist eine gute Möglichkeit Salz zu sparen. Dazu vermischt man 2 Teile getrocknete Kräuter und 1 Teil grobes Salz. Am besten bereitet man verschiedene Kräutersalzmischungen. Für mediterrane Gerichte sind Rosmarin, Lavendel, Thymian gemischt mit der Schale einer getrockneten Biozitrone gut geeignet. Für die würzige Hausmannskost passen Brennesseln, Liebstöckl, Lorbeer und Selleriegrün sehr gut. Kräuter zu verwenden bedeutet mit bioaktiven Substanzen zu würzen und Kochsalz zu sparen – beides wirkt sich positiv auf Herz und Kreislauf aus.
Monika Kupka DIE UMWELTBERATUNG
Michaela Knieli DIE UMWELTBERATUNG
Um den Speisen die richtige Würze zu geben, müssen nicht unbedingt exotische Gewürze aus fernen Ländern importiert werden.
b.zehetner, DIE UMWELTBERATUNG
Kräuter sind derzeit in Töpfen in Bio-Qualität erhältlich. Pflanzen aus Österreich sparen Kohlendioxid, Transitverkehr und sichern Arbeitsplätze.