Ansprechperson:
Hotline-Team
DIE UMWELTBERATUNG
KOSTbare Wildpflanzen in Wien: Die Gewöhnliche Schafgarbe gehört zu den Pflanzen, die man in Wien und ganz Österreich fast überall findet – an Wegrändern, auf Wiesen, in Parks und sogar auf kargen, trockenen Böden. Als Pionierpflanze mit bis zu 90 cm tiefen Wurzeln gedeiht sie selbst dort, wo andere Arten längst aufgeben.
Björn Schoas DIE UMWELTBERATUNG
Gewöhnliche Schafgarbe
Die Blüten der Gewöhnlichen Schafgarbe (Achillea millefolium) besitzen ein fein herbes Aroma. Besonders beliebt ist Schafgarbensirup, der durch seinen würzigen Duft und Geschmack besticht. Die frischen Blüten können außerdem zum Aromatisieren von Kräutersalzen, Essigen oder Brotaufstrichen verwendet werden. Auch die jungen Blätter sind essbar, ihr Geschmack ist jedoch deutlich intensiver. In kleinen Mengen verleihen sie Wildkräutersalaten, Kräuterbutter oder pikanten Gerichten eine aromatische Note.
Die Schafgarbe ist eine der ältesten Heilpflanzen Europas. Schon in der Antike wurde sie als Wundheilmittel eingesetzt – der botanische Name Achillea verweist auf Achilles, der sie laut Überlieferung zur Behandlung von Verletzungen nutzte.
Die Gewöhnliche Schafgarbe ist durch ihre fein gefiederten Blätter leicht zu erkennen. Beim Zerreiben verströmen sie einen aromatischen Duft. Die Pflanze bildet flache, weiße bis zartrosa Blütendolden, die aus vielen kleinen Körbchenblüten bestehen. Sie wächst meist zwischen 20 und 60 Zentimeter hoch, ist robust und bildet unterirdische Rhizome, mit denen sie sich flächig ausbreiten kann. Ihr bevorzugter Lebensraum sind sonnige, trockene bis frische Standorte mit nährstoffreichen Böden, wobei sie auch mit kargen Bedingungen gut zurechtkommt.
Die beste Zeit, um die Schafgarbe zu sammeln, liegt zwischen Juni und August, wenn die Blüten voll geöffnet sind und ihr Aroma am intensivsten ist. Besonders hochwertig sind Blüten, die an warmen, trockenen Tagen um die Mittagszeit geerntet werden. Sie sollten möglichst frisch und frei von Feuchtigkeit sein, damit sie beim Trocknen ihr feines Aroma und ihre Inhaltsstoffe behalten.
Ökologisch ist die Schafgarbe eine besonders wertvolle Wildpflanze. Ihre Blüten bieten zahlreichen Insekten Nahrung, darunter Wildbienen, Schwebfliegen und Schmetterlingen. Für viele Wildbienenarten stellt sie eine wichtige Nektar- und Pollenquelle dar, und auch verschiedene Schmetterlingsraupen nutzen sie als Futterpflanze. Durch ihr tiefes Wurzelsystem trägt sie zur Stabilisierung des Bodens bei und kann selbst auf nährstoffarmen Flächen wachsen. Damit spielt die Schafgarbe eine bedeutende Rolle in naturnahen Wiesen, Wegrändern und städtischen Grünräumen, wo sie zur Förderung der Biodiversität beiträgt.
Die Gewöhnliche Schafgarbe ist eine pflegeleichte Pflanze, die sich gut für sonnige und eher trockene Standorte eignet. In Beeten bringt sie mit ihren filigranen Blütendolden Leichtigkeit und Struktur in naturnahe Pflanzungen. Auch auf dem Balkon lässt sie sich problemlos kultivieren, sofern das Gefäß ausreichend tief ist und das Substrat gut abtrocknen kann. Sie benötigt nur wenig Pflege, verträgt Hitze gut und kommt mit sparsamer Bewässerung aus.
Monika Kupka DIE UMWELTBERATUNG
DIE UMWELTBERATUNG
Mit g´sunder Ernährung fit in den Frühling!
Monika Kupka DIE UMWELTBERATUNG
Das perfekte Geschenk für Garten- und Balkonbesitzer!
Das Infopaket besteht aus der Kräuter-Mischkulturscheibe, der Gemüsescheibe, der Broschüre Naturnaher Hausgarten, dem Infoblatt Vitamine aus Wildpflanzen und Keimsprossen sowie den Postern „Was jede*r tun kann!“ und „Buntes, Duftendes & Essbares vom Fensterbrett“ und „Blühende Gärten trotz Klimawandel“.
Gabriele Homolka DIE UMWELTBERATUNG
Sobald der Schnee schmilzt und die Sonne den Boden wärmt, blitzt frisches Grün in Wald und Garten hervor und will geerntet werden. Frühlingskräuter wirken blutreinigend und bringen den Stoffwechsel in Schwung.