Ansprechperson:
Hotline-Team
DIE UMWELTBERATUNG
Die Freisetzung kleinster Plastikteile bei Bauarbeiten ist eine wesentliche Quelle für Mikroplastik in der Natur. Mikroplastikemissionen am Bau lassen sich durch entsprechende Arbeitsvorkehrungen reduzieren oder durch die Verwendung natürlicher Baumaterialien von vornherein vermeiden.
Philipp Berezhnoy Adobe Stock
Polystyrolplatten auf Deponie
Die meisten Mikroplastikemissionen auf Baustellen entstehen bei Abbrucharbeiten. Aber auch die Verarbeitung von Dämmmaterialien und anderen Kunststoffen beim Bau von Gebäuden spielen eine Rolle.
Feine Styroporkügelchen entstehen zum Beispiel beim Zuschnitt von EPS-Dämmplatten. Folienfragmente oder Teilchen von Kunststoffrohren können als Abfall anfallen. Gemäß Bauordnung muss bei Bauarbeiten jede Gefährdung und jede unnötige Belästigung durch Lärm, üblen Geruch und Staubentwicklung vermieden werden. Beim Schneiden der EPS- und XPS-Dämmstoffplatten sollten Heißschneidegeräte Standard sein. Ein geschlossener Staubschutz bis zum Boden und ein professionelles Industriesauggerät ergänzen den Schutz vor Verwehungen.
Im Baubereich werden immer mehr Materialien durch Kunststoffe ersetzt. Nicht immer erkennt man das auf den ersten Blick. Auch viele mineralische Materialien enthalten inzwischen oft Beimischungen von Kunststoff. Spachtelmassen und Estriche enthalten beispielsweise immer häufiger wesentliche Kunststoffanteile. Erkennbar ist dies an Bezeichnungen wie „kunststoffvergütet“. Zu einer Freisetzung von Mikroplastik kommt es zum Beispiel, wenn solche Materialien im Zuge der Verarbeitung abgeschliffen werden. Durch die Verwendung natürlicher Baumaterialien können solche Emissionen von vornherein vermieden werden.
Tipps:
Setzen Sie auf Dämmstoffe, die abbaubar sind. Ausführliche Informationen zu Dämmmaterialien finden Sie in der Broschüre „Dämmstoffe richtig eingesetzt – Eignung, Anwendung und Umweltverträglichkeit von Dämmstoffen“.
Tipps zur Auswahl und Verwendung von Heimwerkerprodukten, wie z.B. Farben, Lacke, natürliche Öle und Lasuren finden sich in der Broschüre „Selbst gemacht? Ja, aber ökologisch“.
Achten Sie auf Gütesiegel für Bauprodukte. Gütesiegel unterliegen strengen Kriterien. Produkte werden umfangreich auf Umwelt- und Gesundheitsverträglichkeit überprüft.
Monika Kupka DIE UMWELTBERATUNG
dottedyeti – adobestock
Als Mikroplastik bezeichnet man Plastikteilchen, deren Durchmesser kleiner als 5 mm ist. DIE UMWELTBERATUNG hat für Sie Informationen und Tipps zur Vermeidung von Mikroplastik zusammengestellt.
ukrolenochka – adobestock
Wie die Plastikpartikel in die Natur gelangen.
master1305 – adobestock
Ein großer Teil des Mikroplastiks entsteht aus dem Zerfall oder Abrieb von Plastikprodukten und Plastikverpackungen. Der beste Weg zur Mikroplastikvermeidung ist es daher, von vornherein weniger Plastik zu verbrauchen!
Traumrune, wikimedia commons
Plastikabfälle sind eine Quelle für Mikroplastik. Besonders problematisch sind dabei Plastikabfälle im Biomüll. Auch beim „Garteln“ lässt sich Mikroplastik vermeiden.
Sasin Tipchai – adobestock
Auf Sport- & Spielstätten finden Kunststoffe in großen Mengen Anwendung. Zum Teil werden Sie bereits als Granulat in Mikroform aufgebracht, zum Teil entsteht Mikroplastik durch Abrieb und Zersetzung.
-t4nkyong – adobestock
Sie gehören nicht zu den größten Quellen von Mikroplastik aber zu den unnötigsten. Kaum jemand reibt sich den Körper gerne bewusst mit Plastik ein. Im Herbst 2023 wurde ein Verbot von synthetischen Polymermikropartikel, in der EU beschlossen.
Cornelia Seirer, DIE UMWELTBERATUNG
Textilien, die aus Chemiefasern hergestellt wurden, verlieren bei jedem Waschgang Kunststofffasern. Auch bei Mikrofasertüchern ist das der Fall. Dies wird durch den Vorteil wettgemacht, dass sie ohne Chemikalien effizient und ökologisch reinigen.
Matthias Eckkrammer DIE UMWELTBERATUNG
Saubere Wäsche und dafür Mikroplastik in Wasser und Natur? Nein danke. Die EU hat die Verwendung von Mikroperlen in Waschmittel verboten. In der Öko-Rein Datenbank von DIE UMWELTBERATUNG finden sich umwelt- und gesundheitsschonende Waschmittel.
Friedberg Fotolia.com
Plastik ist praktisch, macht aber Probleme, wenn es in die Natur gelangt. Vor allem Mikroplastik sorgt für negative Schlagzeilen. Durch kleine Veränderungen im Alltag können Sie mit weniger Plastik auskommen.
Naja Bertolt Jensen via unsplash
Plastik-Müll in der Umwelt wird zunehmend zum Problem. Ein großer Teil davon stammt von Wegwerfprodukten und –verpackungen. Was sind die umweltfreundlichsten Alternativen zu diesen Einweg-Plastik-Produkten?
iushakovsky – stock.adobe.com
Wirksame Tipps, um Abfall und Geld zu sparen
Adobestock, Pixel Shot
Adressen und regionalspezifische Informationen aus den Bundesländern
Cornelia Seirer DIE UMWELTBERATUNG, Kreditkarte vitaliy Aadob Stock
Schmeckt nicht, riecht nicht und ist nicht zu sehen, trotzdem ist Mikroplastik täglich Teil unserer Ernährung. Es gibt viele Möglichkeiten, wie Sie die Aufnahme von Mikroplastik über das Essen und Trinken verringern können.