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Hotline-Team
DIE UMWELTBERATUNG
Dass wir durch Ernährung und über die unmittelbare Umgebung Mikroplastik aufnehmen, ist bereits mehrfach erwiesen.
lia aramburu - adobestock
Mikroplastik auf Teller
Bei den gesundheitlichen Auswirkungen steht die Forschung noch am Beginn. Zum vorbeugenden Gesundheitsschutz sollte die Aufnahme von Mikroplastik soweit wie möglich reduziert werden.
Mikroplastik ist überall, das ist wissenschaftlich klar belegt – auch, dass Mikroplastik in unseren Körper gelangt. Noch ist die Datenlage zu Aufnahme und Wirkungen von Mikroplastik allerdings recht lückenhaft. Wieviel nehmen wir über die Nahrung auf, wieviel über das Einatmen von Mikroplastikpartikeln aus der Luft? Welche Kunststoffarten nehmen wir dabei auf? In welchen Lebensmitteln ist Mikroplastik enthalten und wie ist es dort hingekommen? Und vor allem: Welche gesundheitsrelevanten Auswirkungen haben sie in unserem Körper?
Für eine umfassende gesicherte Risikobewertung von Mikroplastik im Körper braucht es umfassende Studien, die derzeit und wohl noch einige Jahre fehlen. Erschwert wird das durch die unglaubliche Vielfalt an Kunststoffen. Die Wirkung kann für jede Kunststoffart eine andere sein. Und selbst Kunststoffe aus dem gleichen Grundmaterial können sich in den beigemischten Stoffen (Additive) massiv unterscheiden.
An Mikroplastikpartikeln können sich auch gesundheitsschädliche Stoffe aus der Umwelt binden und über diesen Weg in den Körper gelangen. Das gleiche gilt auch für Mikroorganismen wie Bakterien oder Viren, die als „Biofilm“ auf Mikroplastikpartikeln haften. So wie sich Mikroplastik in der Nahrungskette anreichern kann, kann das auch für daran anhaftende Schadstoffe gelten.
Auch unterschiedliche Partikelgrößen können unterschiedliche Wirkungen auslösen. Nanoplastik-Partikel sind Teilchen, die kleiner als 1µm sind. Sie können nicht nur wesentlich leichter in Zellen eindringen, sondern haben auch eine größere relative Oberfläche und daher ein noch größeres Potenzial, Schadstoffe in den Körper zu bringen. Und Nanoplastik-Partikel sind so klein, dass sie mit optischen Mikroskopen gar nicht sichtbar und allgemein schwerer zu analysieren sind. Über die Mengen und Auswirkungen von Nanoplastik weiß man noch sehr wenig.
Klar ist: Die Mengen an Mikroplastik in der Natur haben massiv zugenommen. Mikroplastik ist weltweit in der Natur, in Lebensmitteln und in Menschen nachweisbar. Bisherige Risikoeinschätzungen, zum Beispiel von BfR oder AGES, gehen eher von einem geringen Gesundheitsrisiko aus, sehen aber dringenden Forschungsbedarf. Dass man die gesundheitlichen Risiken von Mikroplastik im Körper derzeit noch nicht sicher einschätzen kann, wird oft als vorläufige Entwarnung gewertet. DIE UMWELTBERATUNG plädiert hier für einen vorbeugenden Gesundheitsschutz. Es wäre riskant, einfach nur zuzuwarten, bis die gesundheitlichen Auswirkungen besser erforscht sind. Diese Forschung muss rasch voranschreiten. Und wir müssen vor allem sofort Mikroplastik vermeiden, sowohl in der Natur als auch bei der Behandlung unserer Lebensmittel.
Wir haben für Sie umfassende Tipps zusammengestellt: Mikroplastik vermeiden
Monika Kupka DIE UMWELTBERATUNG
Cornelia Seirer DIE UMWELTBERATUNG, Kreditkarte vitaliy Aadob Stock
Schmeckt nicht, riecht nicht und ist nicht zu sehen, trotzdem ist Mikroplastik täglich Teil unserer Ernährung. Es gibt viele Möglichkeiten, wie Sie die Aufnahme von Mikroplastik über das Essen und Trinken verringern können.
dottedyeti – adobestock
Als Mikroplastik bezeichnet man Plastikteilchen, deren Durchmesser kleiner als 5 mm ist. DIE UMWELTBERATUNG hat für Sie Informationen und Tipps zur Vermeidung von Mikroplastik zusammengestellt.
ukrolenochka – adobestock
Wie die Plastikpartikel in die Natur gelangen.
mhp – adobestock
Reifenabrieb gilt als eine der größten Quellen von Mikroplastik in der Natur. Dementsprechend ist er auch eine der größten Möglichkeiten, um im Alltag die eigenen Mikroplastikemissionen zu reduzieren.
Traumrune, wikimedia commons
Plastikabfälle sind eine Quelle für Mikroplastik. Besonders problematisch sind dabei Plastikabfälle im Biomüll. Auch beim „Garteln“ lässt sich Mikroplastik vermeiden.
Sasin Tipchai – adobestock
Auf Sport- & Spielstätten finden Kunststoffe in großen Mengen Anwendung. Zum Teil werden Sie bereits als Granulat in Mikroform aufgebracht, zum Teil entsteht Mikroplastik durch Abrieb und Zersetzung.
-t4nkyong – adobestock
Sie gehören nicht zu den größten Quellen von Mikroplastik aber zu den unnötigsten. Kaum jemand reibt sich den Körper gerne bewusst mit Plastik ein. Im Herbst 2023 wurde ein Verbot von synthetischen Polymermikropartikel, in der EU beschlossen.
Cornelia Seirer, DIE UMWELTBERATUNG
Textilien, die aus Chemiefasern hergestellt wurden, verlieren bei jedem Waschgang Kunststofffasern. Auch bei Mikrofasertüchern ist das der Fall. Dies wird durch den Vorteil wettgemacht, dass sie ohne Chemikalien effizient und ökologisch reinigen.
Matthias Eckkrammer DIE UMWELTBERATUNG
Saubere Wäsche und dafür Mikroplastik in Wasser und Natur? Nein danke. Die EU hat die Verwendung von Mikroperlen in Waschmittel verboten. In der Öko-Rein Datenbank von DIE UMWELTBERATUNG finden sich umwelt- und gesundheitsschonende Waschmittel.
Friedberg Fotolia.com
Plastik ist praktisch, macht aber Probleme, wenn es in die Natur gelangt. Vor allem Mikroplastik sorgt für negative Schlagzeilen. Durch kleine Veränderungen im Alltag können Sie mit weniger Plastik auskommen.
Naja Bertolt Jensen via unsplash
Plastik-Müll in der Umwelt wird zunehmend zum Problem. Ein großer Teil davon stammt von Wegwerfprodukten und –verpackungen. Was sind die umweltfreundlichsten Alternativen zu diesen Einweg-Plastik-Produkten?
iushakovsky – stock.adobe.com
Wirksame Tipps, um Abfall und Geld zu sparen
Adobestock, Pixel Shot
Adressen und regionalspezifische Informationen aus den Bundesländern
master1305 – adobestock
Ein großer Teil des Mikroplastiks entsteht aus dem Zerfall oder Abrieb von Plastikprodukten und Plastikverpackungen. Der beste Weg zur Mikroplastikvermeidung ist es daher, von vornherein weniger Plastik zu verbrauchen!